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Das große Wunschkonzert Lutz Ackermann dreht in Rothenfelde und Iburg

21.07.2014, 18:38 Uhr

Der NDR ist derzeit im südlichen Osnabrücker Land unterwegs. Gedreht wird für die 54. Folge der Sendung „Das große Wunschkonzert“ mit Lutz Ackermann. Die Folge wird am Sonntag, 31. August, 20.15 Uhr, ausgestrahlt.

Bad Iburg, Schlossgarten, 36 Grad, die Sonne sticht: perfektes Lächeln von Lutz Ackermann. Frisch sieht er aus, trotz der schier unerträglichen Schwüle an diesem Sonntagvormittag bei den Dreharbeiten für die NDR-Sendung „Das Große Wunschkonzert“. Das ist auch Verdienst von Visagistin Steffi Lodzig, die nachtupft, wo es eventuell glänzen könnte, oder Redakteur Jürgen Berger, der Mineralwasser nachordert und dafür sorgt, dass sich der Moderator auch mal an einem schattigen Platz vor dem Schloss positionieren kann.

Gelöst ist die Atmosphäre beim fünfköpfigen Team vom NDR. Kameramann Reiner Heller prüft die zuletzt abgedrehte Szene. Tonmann Christian Piechaczek und Beleuchter Thomas Koch scheint die Hitze nichts anhaben zu können, jeder Handgriff sitzt. Moderator Lutz Ackermann spricht die letzten Worte vor der Kamera ins Mikro, ist aber auch nach dem Dreh gut gelaunt, sein Lächeln wirkt offen und sympathisch. „In Bad Rothenfelde waren wir gestern schon“, erzählt er. Denn ursprünglich war der Termin für Sonntag geplant. „Wir brauchten das perfekte Licht auf der Wand des Neuen Gradierwerkes, dass für diesen Dreh als Hintergrund dienen sollte. In der Mittagssonne sind die Schatten zu hart.“

Perfekt war es dann gegen 20.30 Uhr, die Abendsonne hüllte die Wand mit den aufgehäuften Schwarzdornästen in warmes Licht, sodass einzelne Tropfen der herabrieselnden Sole erkennbar wurden. So perfekt, dass Redakteur Berger noch immer schwärmt: „Das neue Gradierwerk ist einfach imposant, und die salzhaltige feuchte Luft hat uns bei diesen Temperaturen quasi dass Leben gerettet“, lacht er. „Fast wie eine Meeresbrise“, fügt ein anderer aus dem Team hinzu. Es ist der Dreh zur mittlerweile 54. Folge der beliebten Sendung „Das große Wunschkonzert“. „Bis zu 1,9 Millionen Zuschauer hat jede unserer Sendungen bundesweit“, erzählt Berger stolz. Sie ist mit die erfolgreichste Sendung des NDR-Fernsehens.“

Bei dieser Ausgabe führt Lutz Ackermanns Reiseroute durch den Teutoburger Wald bis an den Dümmer, den zweitgrößten See Niedersachsens. Ist die Region doch weltbekannt durch den sagenhaften Sieg von Hermann dem Cherusker über die römischen Legionen des Varus. Am Hermannsdenkmal bei Detmold war das Team ebenso wie in Kalkriese bei Bramsche, wo die Schlacht vor über 2000 Jahren tatsächlich stattgefunden haben könnte.

Ein weiterer Höhepunkt der Reise durch diese vielfältige Region ist das Wasserschloss Schelenburg. Dort, am Nordrand des Teutoburger Waldes, ist das Ende der viertägigen Reise.

20 Moderationen werden insgesamt aufgezeichnet, die Berger dann innerhalb von 14 Tagen zu einer Sendung zusammenschneidet. „Die Vorbereitungen für eine Sendung dauern Wochen bis Monate“, berichtet der Redakteur. Und sie sind viel herumgekommen: „Wir waren schon im Teufelsmoor und haben Semino Rossi in Innsbruck besucht.“

Nach dem Dreh in Bad Iburg ging es am Montag weiter nach Osnabrück. „Dort führe ich Interviews mit den Schlagerstars Judith und Mel, die ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum feiern“, freut sich Ackermann. Aber auch mit der kessen blonden Newcomerin Linda Hesse, die mit dem poppigen Hit „Knutschen“ aus ihrem zweiten Album in diesem Sommer Erfolge feiert, hat er einen Termin.

Natürlich gibt es auch viel Musik in der Sendung. Da gibt es die neuesten Hits von Roland Kaiser, Andrea Berg und Howard Carpendale zu hören. Die Musiktitel werden aus großen ARD- und ZDF- Produktionen wie z.B. Carmen Nebel oder Florian Silbereisen übernommen. „In Ausnahmefällen dreht der NDR die Musikvideos, die später in der Sendung gezeigt werden, selbst“, berichtet Berger: „Das ist allerdings nur bei Newcomern der Fall und sehr aufwendig.“

Es ist immer noch schwül am Schloss in Bad Iburg. Aber das Team rund um Lutz Ackermann ist zufrieden. Schnell knöpft der Profi wieder den obersten Knopf seines perfekt sitzenden blau-weiß gestreiften Hemdes zu, nimmt noch einen Schluck Mineralwasser, lächelt. „Jetzt wird noch die Eingangsmoderation unten am Schloss gedreht, und dann geht es runter zum Uhrenmuseum.“