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Betreuung für die Jüngsten Bad Rothenfelde plant zusätzliche Krippenplätze

Von Henning Müller-Detert | 28.09.2011, 14:22 Uhr

Bad Rothenfelde plant zusätzliche Krippenplätze: Der Schulausschuss empfahl einstimmig, dass die Gemeinde den Umbau des katholischen St.-Elisabeth-Kindergartens bezuschusst. Dies könnte in den kommenden Jahren bis zu 250000 Euro kosten.

Iris Seydel vom Bereich Jugendhilfe stellte den Ausschussmitgliedern die aktuellen Daten vor. Ihr Resümee: „Ich gehe davon aus, dass wir die Krippen voll besetzen können“. Denn bislang gibt es in Bad Rothenfelde maximal 18 Plätze für Null- bis Dreijährige in der Löwenzahn-Krippe sowie in der Antoinette-Schiller-Krippe der Schüchtermann-Klinik. Nach den derzeitigen Berechnungen müsse man von wenigstens 25 Kindern ausgehen, sodass sieben Plätze fehlen würden, erläuterte Seydel.

Siegfried Strieder, Rendant der katholischen Kirchengemeinde, berichtete im Ausschuss, dass sogar schon 16 Anmeldungen vorlägen. Die neue Krippe soll Platz für 15 Kinder bieten. Seydel berichtete, dass für den Umbau eine reguläre Kindergartengruppe aufgelöst würde. In der Gemeinde würden dann immer noch 150 Plätze bereitstehen, was angesichts der Bevölkerungsentwicklung ausreiche.

Bleibt die Frage der Kosten: Nach ersten Schätzungen wird der Umbau 355000 Euro kosten. Nach einem Vertrag zwischen der katholischen Kirchengemeinde und der Gemeinde beteiligt sich Bad Rothenfelde ohnehin mit einem Zuschuss an den Betriebskosten, der sich nach dem nicht gedeckten Betrag richtet. Über diese Summe hinaus würden – bei einem entsprechenden Ratsbeschluss – in den kommenden zehn Jahren bis zu 25000 Euro jährlich dazukommen.

Angesichts dieser Zahlen plädierte Imke Panajotow-Pilz (FDP) dafür, dass der Politik detaillierte Pläne vorgelegt werden sollten. Strieder sagte, dass die katholische Kirchengemeinde über drei Entwürfe verfüge, bis zur Ratssitzung am 11. Oktober könne man konkrete Unterlagen bereitstellen.

Weitere Ausgaben kommen auf die Gemeinde an der Grundschule Bad Rothenfelde zu. Hauptamtsleiter Karl-Wilhelm Twelkemeyer berichtete, dass in den Herbstferien eine Tür für gut 18000 Euro ausgetauscht werden soll. Dazu kommen 30000 Euro für den Umbau einer Toilettenanlage zum Funktionsraum, der der Küche angegliedert werden soll.

Hintergrund ist die große Nachfrage nach dem Angebot des Fördervereins für Nachmittagsbetreuung. Vorsitzende Iris Behmerburg-Olbricht stellte dem Ausschuss die jüngsten Zahlen vor: Demnach sind 46 Kinder regelmäßig in der Betreuung, eine ähnliche Anzahl isst auch zu Mittag. Behmerburg-Olbricht hofft zudem auf weitere Unterstützung: Zum einen fehle es auf absehbare Zeit an Spülkräften. Zum anderen benötigten einige Kinder zusätzliche Betreuung. Mit Blick auf den Förderantrag, den die Gemeinde bereits beim Landkreis Osnabrück gestellt hat, sagte Behmerburg-Olbricht: „Wir würden es sehr begrüßen, wenn wir Schulbegleiter bekämen.“