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Amphibienschutzzaun errichtet Bad Rothenfelder Grundschüler schützen Kröten

Von Petra Ropers | 21.02.2017, 12:26 Uhr

Für den Schutz von Kröten, Fröschen und Molchen griffen junge Tierfreunde in Bad Rothenfelde zum Arbeitsgerät: Entlang der Straße Am Forsthaus errichteten die vierten Klassen der Grundschule unter der Anleitung der BUND-Ortsgruppe einen Amphibienschutzzaun.

Noch halten einstellige Temperaturen die Amphibien in ihren Winterquartieren im Wald. Sobald allerdings das Thermometer steigt, kommen sie in Scharen aus ihren Verstecken. Ihr Ziel ist der nahegelegene Teich. Doch auf dem Weg dorthin müssen sie die Straße Am Forsthaus überqueren. Dort könnten sie unter die Räder kommen, gäbe es nicht die fleißigen Helfer aus der Grundschule.

Schutzzaun sicherheitshalber eingraben

Die Schüler der drei vierten Klassen errichteten mit Unterstützung ihrer Klassenlehrerinnen sowie einiger Eltern und Mitglieder des BUND auf rund 150 Metern Länge einen Schutzzaun. In kurzen Abständen gruben sie außerdem rettende Eimer in die Erde. Einfach nur den Zaun aufzustellen , reicht allerdings nicht aus. Denn in ihrem Drang abzulaichen, erweisen sich die Amphibien als hartnäckig.

In die Eimer gepurzelt

Mit dem Spaten drückten die Schüler deshalb den Saum des Zauns fest in die Erde. „Damit die Kröten nicht unten durchkriechen können“, erklärte Garret. Johannes, der neben ihm zum Spaten griff, ergänzte: „Das wäre dann ja schlecht.“ Stattdessen purzeln die Tiere bei ihrer Suche nach einem Schlupfloch unfreiwillig in die Eimer – und werden sicher auf die andere Straßenseite getragen, wo sie ihren Weg fortsetzen können.

Bestand wird erfasst

Jede Klasse darf an einem Vormittag helfen, versprach Markus Klinger vom BUND, der die Aktion in der Schule vorstellte. Den Schülern kommt beim Einsammeln auch die verantwortungsvolle Aufgabe zu, die Amphibien zu zählen, mit Hilfe nach Geschlecht und Art zu bestimmen und die Ergebnisse zu notieren.

Überraschungen nicht ausgeschlossen

Im Zuge der Schutzaktion wird der Bestand vor Ort erfasst. „Hier haben wir vorwiegend Erdkröte, Grasfrosch sowie Teich- und Bergmolch“, erklärt Klinger. Doch Überraschungen sind nicht ausgeschlossen. Für die Grundschüler bleibt es spannend.

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