Mit der Simon & Garfunkel Revival Band „Feelin´ Groovy“ in Bad Rothenfelde

Von Rolf Habben

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Bad Rothenfelde. Eine eindrucksvolle Zeitreise zurück in die 60er und 70er Jahre mit einem breiten Instrumentarium gelang der „Simon & Garfunkel Revival Band“ als Quintett vor ausverkauftem Kurhaus in Bad Rothenfelde.

„Feelin´ groovy“, sich ganz einfach beschwingt fühlen, als Refrain des Titels „The 59th Street Bridge Song“ entliehen, stand daher auch als Motto und Aufforderung zugleich im Mittelpunkt des rund zweieinhalbstündigen Konzertes. Klar, dass dieses Lied daher auch als Opener des Abends herhalten musste.

Wohlfühlatmosphäre

Bereits zum 8. Male trat das Quintett im Heilbad auf, wie Veranstalter Peter Frömberg in seiner Begrüßung betonte. Daraus habe sich zwischenzeitlich echte Freundschaft entwickelt. Dass die Musiker hier in Bad Rothenfelde ein Heimspiel hatten, war von Beginn an offensichtlich. Schon mit Betreten der Bühne brandete ihnen frenetischer Beifall entgegen, was Michael Frank alias Paul Simon mit „na gut, wir spielen noch ´ne Zugabe“ humorvoll kommentierte. Spätestens nach dem Titel „Scarborough Fair“ ließen sich die rund vierhundertfünfzig Besucher im Kurhaus nicht lange bitten, der Aufforderung zum Wohlfühlen nachzukommen.

Unterstützt durch ein breites Instrumentenspektrum, gelang den Musikern Michael Frank alias Paul Simon (Gesang, Akustikgitarre) und Guido Reuter alias Art Garfunkel (Gesang, Keyboards, Violine, Flöte) eindrucksvoll, den Songs des berühmten Duos im Kurhaus neues Leben einzuhauchen, wobei die Grenzen zwischen Original und Kopie oftmals verschmolzen. In gelungener Mixtur gefühlvoll bis sanft-rockig vorgetragenen Hits und Klassikern ihrer amerikanischen Vorbilder konnten abwechslungsreiche Akzente gesetzt werden. Mit bemerkenswerten Soli brachten sich neben den Frontmännern auch Multitalent Sebastian Fritzlar, Bassgitarre, Keyboard, Trommel, Sven Lieser an der Lead-Gitarre sowie Mirko Sturm am Schlagzeug gebührend ein. Ihre ganze Klasse zeigte die Begleitband vor allem in minutenlang improvisierten Soli als Ausklang des Titels „Fifty ways to leave your lover“. Hohe Wellen schlugen darüber hinaus „Bridge over troubled water“ oder „Homeward bound“, ehe „Cecilia“ das Auditorium von Stühlen riss und die Musiker mit Standing Ovations in die Pause entließ.

Trommelwirbel

Mit unvergänglichen Hits wie „ Mrs. Robinson“ oder „I am a rock“ und „El condor pasa“ sowie nicht zuletzt auch mit Songs aus der Feder von Paul Simon („um den kompositorischen Werdegang darzustellen“, so Frank) aus seinem Solo-Album „The rhyth´m of the saints“, zum Teil mit mächtigem Trommelwirbel, wusste das Quintett zu begeistern. Der Klassiker „Sound of silence“ als absolutes Muss durfte im Repertoire der Band natürlich nicht fehlen und läutete das Finale ein, angekündigt von Michael Frank „gleich wird es dann auch wirklich ganz leise werden“. Dass die sympathische Band ohne die vehement geforderte Zugabe nicht „ungeschoren“ davonkam, lag nach ihrem wahrlich begeisternden Konzert auf der Hand. Der Evergreen „Bridge over troubled water“ und erneut „Cecilia“ beendeten ein von Anfang bis Ende ohne Übertreibung spektakuläres Konzert.

Der Überschuss der Veranstaltung komme der Opferhilfe „Weisser Ring“ zugute, betonte Veranstalter Frömberg, der mittlerweile auf über 20 Benefiz-Konzerte zurückgreifen kann.


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