Offener Brief des KVV Carpesol und Hotelbetreiber führen erste Gespräche

Von Andrea Pärschke

Helmut De Witt, Geschäftsführer des Carpesols, führt derzeit mit „einem Hotel Gespräche“. Geht es dabei auch um einen Bademantelgang? Foto: Michael GründelHelmut De Witt, Geschäftsführer des Carpesols, führt derzeit mit „einem Hotel Gespräche“. Geht es dabei auch um einen Bademantelgang? Foto: Michael Gründel

Bad Rothenfelde. Ist auf Gemeindefläche ein Hotel mit Bademantelgang geplant? Der Kur- und Verkehrsverein Bad Rothenfelde fordert in einem offenen Brief nähere Informationen. Carpesol-Geschäftsführer Helmut De Witt gibt Auskunft.

Der Badbetreiber Helmut De Witt hatte in einem Pressegespräch mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen von dem touristischen Wert der Soletherme gesprochen. In diesem Zusammenhang berichtete er außerdem, dass zurzeit Gespräche zwischen dem Carpesol und Hotels laufen. Er spielte damit auf Marketingüberlegungen der Carpesol an, mit unterschiedlichen örtlichen Partnern gemeinsam im Onlinemarketing zu agieren. Ausgelöst hat dies jedoch Fragen rund um das sich zu bewahrheiten scheinende Gerücht, es gebe Hotelpläne nahe des Carpesols. Der Kur- und Verkehrsvereins Bad Rothenfelde ging dem nun in einem offenen Brief an Bürgermeister Klaus Rehkämper nach.

Was ist geplant?

„Uns als Vertreter der örtlichen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen interessiert es natürlich, wie weit die Planungen und Gespräche bezüglich eines Hotels am Carpesol vorangeschritten sind“, heißt es dort. Der Vorstand des KKV spielt vor allem auf zwei Punkte an: Einmal, ob diese Gespräche einen Neubau im Kurpark mit sich bringen würden. „Jetzt soll wieder ein Stück Kurpark im Zentrum verbaut werden?“, heißt es in dem Brief. Zum anderen fragen die Hoteliers, nach einem sogenannten „Bademantelgang“, durch den Gäste des Hotels direkt ins Carpesol gehen können.

Kein Manhatten im Kurpark

Auf Anfrage der Redaktion berichtet Helmut De Witt, dass sich tatsächlich ein Hotel im Ort an das Carpesol gewandt habe. Die Gespräche seien jedoch noch ganz am Anfang, einen konkreten Plan gebe es noch nicht. Es sei auch nicht sicher, ob die Idee Chancen auf eine Realisierung hat. „Wir werden die Öffentlichkeit und die Politik umfassend informieren, sobald die Überlegungen für ein Hotelkonzept spruchreif sind“, kündigt er an. Allerdings habe er zunächst warten wollen, bis Pläne konkreter seien, man eventuell schon erste Zeichnungen präsentieren könne. Er befürchtet nun, dass sich viele Bad Rothenfelder an ein „Manhatten im Kurpark“ erinnert fühlen, das im vergangenen Jahr die Hasselmann Gruppe vorgestellt hat. „Etwas in dieser Art“, – das könne er bereits sicher sagen – „sei nicht beabsichtigt“.