Filiz Polat auf Sommertour Grüne treffen sich mit Carpesol-Betreiber de Witt

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Bad Rothenfelde. Ein Besuch bei Carpsol-Betreiber de Witt: Die Landtagsabgeordnete der Grünen Filiz Polat startet mit einer Überraschung in den Wahlkampf.

Gesprächsbereitschaft war da, als die Fraktion der Grünen Bad Rothenfelde mit Carpesol Betreiber Helmut de Witt und Bürgermeister Klaus Rehkämper an einem Tisch saßen. Ihre Differenzen sollen derzeit in einem Schlichtungsgespräch beigelegt werden. Eine Ratsentscheidung machte es kürzlich erst wieder deutlich: Während die politische Gemeinde weitere Zahlungsforderungen der Carpesol GmbH&Co. KG ablehnt, sieht de Witt Bad Rothenfelde in der Pflicht. Auch die Grünen haben sich dagegen ausgesprochen zu dem jährlichen Zuschuss von 25000 Euro weitere Extrazahlung von beinahe 200000 Euro zu bewilligen.

Auslegungsprobleme

Grund dafür sei unter anderem der Wunsch, das Wirtschaftsunternehmen Therme nicht über Gebühr zu subventionieren. „Und eine entsprechende Zahlung wäre keine Subvention, weil?“, fragte Grünen-Landtagsabgeordnete Filiz Polat. Der Carpesol-Betreiber erklärt dies mit dem Projektvertrag, der diese Zuschüsse hergebe. „Die Grünen wollen die Gesundheitstherme nicht blockieren“, betont Fraktionsvorsitzende Anna Kebschull darauf. Vielmehr sei es so, dass Politik und Badbetreiber „Projektverträge unterschiedlich auslegen“. Eine Meinung, der sich Helmut de Witt anschloss. Er würde sich für das „Zugpferd Bad Rothenfeldes“ allerdings mehr Unterstützung bei Investitionen wünschen. Eine Frage, die auch von einem „Richter geklärt“ werden könne, wie der Badbetreiber schließlich sagte.

Mehr zur Parkplatzssituation vor dem Carpesol.

„Luxusproblem“ wird zur Verkehrsbelastung?

Diskussionspunkt war schließlich auch das „Luxusproblem“ Parkplätze, das sowohl der Grünen-Fraktion als auch Helmut de Witt am Herzen liegt. „Ich habe angeboten zu investieren“, so der Badbetreiber. Auch Bürgermeister Klaus Rehkämper wies auf die Bedeutung hin, Besuchern Parkmöglichkeiten zu bieten. Er nimmt dabei die Kosten ins Visier: „Parkhäuser können sich nicht sofort rechnen, aber wir brauchen es.“ Auch die Grünen favorisieren ein Parkdeck – mit Solaranlagen auf dem Dach könnte hier auch Wärme für die Therme produziert werden. Verbunden werden soll mit einem Parkdeck auch die Notwendigkeit eines Parkleitsystems. Denn das „Luxusproblem“ könne sich schnell zu einer Verkehrsbelastung für den Ortskern entwickeln.

Gespräche mit einem Hotel

Zudem berichtet Helmut de Witt von insgesamt steigenden Besucherzahlen und Umsätzen. 2016 habe die Therme schließlich erstmals schwarze Zahlen geschrieben. „Wir sind sehr stolz, dass uns das gelungen ist“, so Helmut de Witt. Er weist auch auf den touristischen Nutzen der Therme hin: „Bad Rothenfelde wäre ohne das Carpesol für Urlauber nicht mehr so attraktiv.“ Das berichte zum Beispiel auch das Campotel. In Tourismusführer für Wohnmobilisten werde mit der Therme geworben – viele Gäste kämen auch deshalb dorthin. In diesem Bereich möchte er deshalb weiter arbeiten – es liefen bereits Gespräche mit einem Hotel.

Auf Gesundheitssektor spezialisiert

Zuletzt berichtet der Geschäftsführer des Carpesol auch von dem Restaurant, in dem das Treffen stattfindet. „Die Gastronomie ist auf einem guten Weg“, so Helmut de Witt, auch wenn noch keine schwarzen Zahlen geschrieben würden. Dabei habe sich das Restaurant – ganz im Sinne der Therme als solche – auf den Gesundheitssektor spezialisiert. So werde in der Küche ganz auf Transfettsäuren verzichtet. Die Umstellung sei für kleines Geld möglich und habe eine große Wirkung für die Gesundheit.

Finanzierungspläne für das Carpesol und das Freibad.


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