450000 für Bad Rothenfeldes Therme Finanzierungspläne für das Carpesol und das Freibad

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Bad Rothenfelde. Die Wirtschaftspläne der Gemeinde Bad Rothenfelde für Therme und Freibad stehen. Bis 2020 sollen jährlich etwa 450000 Euro für das Carpesol und 175000 Euro für das Freibad bereitstehen.

„Beim Freibad können wir viel selbst gestalten“, erläutert Bürgermeister Klaus Rehkämper bei dem Ausschuss für die Bäderbetriebe Bad Rothenfelde. Denn hier ist der Bäderbetrieb Eigentümer. Im Wirtschaftsplan für 2017 rechnet die Tochtergesellschaft der Gemeinde Bad Rothenfelde mit Einnahmen von insgesamt 92200 Euro. 87000 Euro nimmt sie an Eintrittsgeldern ein, hinzukommen 5200 Euro für die Pacht des Kiosks. Auf der anderen Seite stehen Ausgaben, die – wie für Freibäder typisch – höher sind als die Einnahmen. So liegen die „Aufwendungen“ bei 239700 Euro. Dazu zählen etwa auch Personalkosten (139100 Euro), Energiekosten (48000 Euro) und Roh-Hilfs- und Betriebsstoffe, wie zum Beispiel Sole (20000 Euro). Im Finanzplan wird damit ein Minus von 175000 Euro für das Traditionsfreibad einkalkuliert. Diese Summe blieb in den Vorjahren konstant und so plant die Tochtergesellschaft bis zum Jahr 2020 vorläufig mit den gleichen Zahlen.

Gesundheitstherme Carpesol

Bei dem Wirtschaftsplan für die Gesundheitstherme Carpesol wird hingegen mit einem Minus von 440000 Euro gerechnet. Der Verlust soll sich in den Jahren 2018 bis 2019 auf 425000 Euro reduzieren. Der Wirtschaftsplan der Bäderbetriebe beleuchtet zunächst die Einnahmenseite: Das Carpesol zahlt jährlich 450000 Euro Pachtgebühren.

Steigende Rechtskosten?

Umgekehrt nimmt auch die Tochterfirma der Gemeinde als Besitzerin selbst Kosten: Insgesamt 180000 Euro sind für diese Ausgaben eingeplant. Das sind 68000 Euro mehr als im Jahr 2016. Diese Aufwendungen sollen in den Jahren 2019 und 2020 noch einmal auf 74000 Euro erhöht werden. „Insbesondere die Rechts- und Beratungskosten wurden hier aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit angepasst“, heißt es dazu in den Sitzungsdokumenten. Dies sei jedoch eine reine Vorsichtsmaßnahme, denn die Planungen seien sehr konservativ angelegt – immer nach dem Motto: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Gleich bleibt hingegen die Pacht, die die Kur- und Touristik GmbH an die Gemeinde zahlt: 54000 Euro.

Zweifel

Bei den Planungen auf Ausgabenseite äußerte Onat Temme (SPD) jedoch noch Zweifel: „Letztendlich ist es eine vage Planung“. Erst kürzlich hatte das Carpesol um die Übernahme weiterer Kosten gebeten. Diesen Antrag lehnte der Rat letztendlich jedoch ab. „Alle Kosten, die über 69000 Euro in diesem Finanzplan hinausgehen, müssen im Rat dann noch einmal beraten werden“, betont Bürgermeister Klaus Rehkämper.

Zinsen

Was die Zinsbelastung anbelangt, gibt es eine gute Nachricht: Durch eine Umschuldung konnte die Gemeinde die derzeit günstige Zinslage mitnehmen und die Ausgaben auf momentan 255000 Euro senken. Denn der Bau des Carpesols wurde mit 7,5 Millionen Euro fremdfinanziert. Somit steht am Ende des Wirtschaftsplanes ein Minus von 440000 Euro.


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