Ehrenamtliche Arbeiten beginnen Bad Rothenfelder Solegänge werden saniert



Bad Rothenfelde. Mit Schleifgerät und Meißel ging es jetzt los: Der Förderverein zum Erhalt des Gradierwerks hat mit den ehrenamtlichen Arbeiten in den unterirdischen Solegängen begonnen. Sie sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Zunächst gilt es, den Kabelsalat in den Gängen zu beseitigen, der etwa fünf Meter unter der Erde des Kurparks liegt. Auf verrosteten Trägern liegen die Kabel, die teils von Veranstaltungen im Kurpark herrühren, teils alte Telefonkabel sind. Nach und nach muss der Förderverein nun feststellen, was davon wegkann, und welche Kabel unbedingt bleiben müssen.

Samstag im TV

Doch zuvor geht es runter in die unterirdischen Solegänge, um mit Schleifgerät und Meißel die verrosteten Eisenträger zu entfernen, die den Kabelsalat halten. „Das ist der erste Arbeitsschritt“, erklärt die Vorsitzende des Fördervereins Angela Damhorst. Begleitet wurden die Vorstand- und Beiratsmitglieder dabei vom NDR. Am Samstagabend um 19.30 Uhr wird die Nachrichtensendung „Hallo Niedersachsen“ davon berichten. Mehr aus Bad Rothenfelde

Gang trocken legen

Vor dem Förderverein liegt noch viel Arbeit: „Wir legen den Gang trocken und untersuchen den Bauuntergrund“, erläutert Vorstandsmitglied Reinhard Peters. Danach werde das Fundament gesetzt. Ein Elektriker, der Mitglied des Beirates ist, verlegt außerdem die verbliebenden Kabel.

Unrat der letzten 200 Jahre

Bis Oktober soll Bad Rothenfeldes Untergrund schließlich Tip Top aussehen. Denn dann beginnen die „offiziellen“ Arbeiten. Ein Bauunternehmen wird auf der Wiese vor dem Haus des Gastes – dort, wo heute ein Gulli ist – eine Wendeltreppe errichten. Diese führt hinab zu den Solegängen. Im Zuge dieser Arbeiten werden auch einige Bagger nach unten gelassen, um den „Unrat der letzten 200 Jahre“ zu entfernen wie Peters sagt.

Gestein unter dem Kurpark?

Der Förderverein hofft, dass bis zum Weihnachtsmarkt alles fertig ist. Ob es klappt, hängt vor allem von der Bodenbeschaffenheit unter dem Kurpark ab. „Es könnte sein, dass sich unter dem Gulli Gestein befindet“, so Reinhard Peters. Dieses zu beseitigen würde Zeit kosten. Langfristig aufhalten könnte dies die Arbeiten nicht: Spätestens zur Saison 2018 wird alles fertig sein.


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