Feiertage im Kreis Gleichgesinnter Wohlfühlatmosphäre für Senioren in Bad Rothenfelde

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Zur Wohlfühlatmosphäre in St. Elisabeth am Kurpark gehört auch das gemeinsame Weihnachtsliedersingen. Einrichtungsleiterin Gisela Bonhaus (linker Bildrand) und Schwester Helen (Bildmitte) sind immer dabei. Foto: Horst TroizaZur Wohlfühlatmosphäre in St. Elisabeth am Kurpark gehört auch das gemeinsame Weihnachtsliedersingen. Einrichtungsleiterin Gisela Bonhaus (linker Bildrand) und Schwester Helen (Bildmitte) sind immer dabei. Foto: Horst Troiza

Bad Rothenfelde. Wieder einmal ist das Haus St. Elisabeth am Kurpark während der Feiertage Gastgeber einer Seniorenerholung. In diesem Jahr haben 89 Teilnehmer zwischen 70 und 99 Jahren die Alternative gewählt, im Kreise Gleichgesinnter das Weihnachtsfest und den Beginn des neuen Jahres zu erleben.

„Wo ist der Peter?“, fragt eine der Frauen, die sich am Nachmittag in der Eingangshalle zum Liedersingen eingefunden haben. Und siehe da, ganz hinten sitzt der einzige Mann in der Runde, leicht versteckt und hebt schüchtern die Hand. Peter Strickmann ist Rothenfelder und er kommt seit Jahren ins Haus, um das Singen mit seiner Mundharmonika zu begleiten. Ihn Animateur zu nennen wäre zu hoch gegriffen, er gehört aber gewiss zu jenen, die der Seniorenfreizeit zu der häufig von den Gästen erwähnten „Wohlfühlatmosphäre“ verhelfen.

Ursula-Marie Diedrichs benutzt zum Beispiel diesen Begriff. „Ich komme seit 13 Jahren hierher. Es ist alles immer toll vorbereitet und ich fühle mich in dieser Atmosphäre einfach nur wohl“, sagt die Seniorin und sechsfache Mutter. Ursula Frille aus Wolfsburg ist ebenfalls „Wiederholungstäterin“, kennt das Haus seit 24 Jahren und ist mehrmals im Jahr zu Gast. „Es ist die Atmosphäre, die mich immer wieder hierhin zieht. Ich fühle mich hier sehr geborgen“.

Dann ist es aber genug mit dem Gerede und Schwester Helen gibt Peter Strickmann das Zeichen und er spielt die Melodie von „Stille Nacht“ an. Die Ordensfrau der Schönstätter Marienschwestern ist eine der Säulen der Seniorenerholung in St. Elisabeth. Sie und die anderen Ordensschwestern tragen den spirituellen Charakter der dreiwöchigen Weihnachtsfreizeit, Singen mit den Gästen Advents- und Weihnachtslieder oder organisieren die „Herbergssuche“. Dabei wandert eine Marienfigur quer durch die Räumlichkeiten des Elisabethhauses, macht jeden Abend an einer anderen Stelle Station und wird mit Liedern und Gebeten begleitet.

„Es bleibt aber jedem Gast selbst überlassen, inwieweit er sich auf unsere religiösen Angebote einlassen möchte“, erklärt Einrichtungsleiterin Gisela Bonhaus. Früher war das Haus ein reines Kindererholungsheim. Vor etwas mehr als 30 Jahren übernahm die Caritas des Bistums Osnabrück das Haus, baute es seniorengerecht um und bietet dort mehrmals im Jahr Erholungsfreizeiten an. Es gibt dort Kreativangebote, Massagen, Fußpflege, Schwimmen im hauseigenen Schwimmbad, zusätzlich aber auch die Möglichkeit, die gesamte Infrastruktur des Kurortes zu benutzen, Salinengang eingeschlossen.

Die Gäste kommen aus dem gesamten norddeutschen Raum, aus dem Ruhrgebiet und dem Sauerland. Unter ihnen sind Ehepaare und Alleinstehende. Viele kennen sich von vorherigen Treffen und verabreden sich schon jetzt für das nächste Mal. „Hier sind richtige Freundschaften entstanden, Freundschaften, die auch außerhalb unserer Freizeiten gepflegt werden“, weiß Bonhaus. Und nicht wenige der Gäste belegen immer dieselben Zimmer, „haben hier einen festen Platz gefunden“, wie es Schwester Helen bezeichnet. Höhepunkte der Seniorenfreizeit sind natürlich die Feiertage, die mit einem Gottesdienst und Abendessen und an Silvester mit einer zünftigen Party gefeiert werden. Überhaupt ist es wohl die Gemeinsamkeit, die von allen geschätzt wird und Ursache für die schon angesprochene Wohlfühlatmosphäre ist. So sieht es auch Irene Opfermann, die seit mehr als 20 Jahren in St. Elisabeth zur Weihnachtszeit eincheckt. „Hier herrscht eine Atmosphäre wie früher, familiär und warmherzig“, sind ihre Worte.


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