Mit moderner Technik Fernwärmerohre unter Bad Rothenfelder Freibad verlegt

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Die 25-Tonnen-Bohranlage der Firma Beermann im Einsatz. Foto: Firma Beermann/Manfred ZimmermannDie 25-Tonnen-Bohranlage der Firma Beermann im Einsatz. Foto: Firma Beermann/Manfred Zimmermann

Bad Rothenfelde. Mit einem besonderen Verfahren, der so genannten Horizontalbohrtechnik, sind im Juli unter dem Freibad in Bad Rothenfelde Fernwärmerohre verlegt worden. Die Firma Beermann Bohrtechnik GmbH aus Hörstel-Riesenbeck hat die Arbeiten ausgeführt.

Für das Neubauprojekt „Residenz am Salzbach“, das 60 barrierefreie Eigentumswohnungen mit einem gestaffelten Servicepaket sowie 44 Pflegeplätze bietet, sollten Fernwärmeleitungen vom nahegelegenen Blockheizkraftwerk der Klinik am Kurpark zum Neubau verlegt werden, wie die Firma in einer Pressemitteilung schreibt.

Die Familie Hasselmann als Auftraggeber hatte das Ingenieurbüro Bergmann mit der Ausführungsplanung beauftragt. „Eine offene Bauweise zur Verlegung der Leitungen wäre kaum möglich gewesen, da diese unter dem Freibad verlegt werden sollten. Eine Verlegung um das Freibad wäre aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Betracht gekommen. Somit haben wir uns für eine grabenlose Bauweise, der Horizontalbohrtechnik entschieden“, so die Einschätzung des Ingenieurbüros.

Für dieses Vorhaben wurde das Unternehmen Beermann Bohrtechnik GmbH aus dem Münsterland beauftragt. Die Firma hat eine der größten Bohrflotten Deutschlands. Innerhalb von sechs Arbeitstagen wurden zwei parallele Bohrungen für jeweils ein Fernwärmerohr mit einem Außendurchmesser von 178 Millimetern der Firma Brugg und einem Schutzrohr in einer Tiefe von 16 Metern verlegt.

Freibadbetrieb lief störungsfrei weiter

Mario Bruns und Ludger Ansmann vom Projektleiterteam der Firma Beermann Bohrtechnik GmbH erklären: „Durch die Horizontalbohrtechnik kann in allen Bodenklassen gebohrt werden. Im ersten Schritt wird unter Einsatz einer umweltschonenden Bohrsuspension eine Pilotbohrung erstellt. Diese kann mittels eines Ortungssystems zielgenau bestimmt werden. Durch einen sogenannten Backreamer kann der Bohrkanal in einem oder mehreren Schritten aufgeweitet werden. In dem dabei hergestellten und von der Bentonitsuspension gestützten Bohrkanal wird beim Rückzug des Bohrgestänges eine Rohrleitung eingezogen.“

Die Bohrungen in Bad Rothenfelde verliefen ohne Schwierigkeiten und auch der Freibadbetrieb konnte ohne Störungen bei sonnigem Wetter weitergeführt werden.


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