Bad Rothenfelde aktuell zufrieden Carpesol: Pächter de Witt zahlt – das Meiste

Bad Rothenfelde: Das Carpesol von innen. Foto: Jörn MartensBad Rothenfelde: Das Carpesol von innen. Foto: Jörn Martens

Bad Rothenfelde. Wie läuft‘s mit der Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Bad Rothenfelde und Helmut de Witt? Nach dem Hin und Her um den Verkauf der Betriebsgesellschaft an die Gemeinde und de Witts Kehrtwende eine spannende Frage. Umso mehr, als die Frist für eine ausstehende Nachzahlung des Carpesol-Pächters vor Kurzem ablief.

Diese mehr als 260.000 Euro habe de Witt inzwischen überwiesen, sagt Bürgermeister Klaus Rehkämper auf Anfrage unserer Redaktion. Dabei handelte es sich um Nebenkosten wie Betriebskosten und Grundbesitzabgaben.

Sachliche Atmosphäre

Auch die Beiratssitzung der vergangenen Woche, in der de Witt Geschäftszahlen zu den ersten Monaten des Jahres vorgestellt habe, sei sachlich abgelaufen. Die Besucherzahlen seien nach de Witts Angaben erneut gestiegen. „ Wenn sich die Entwicklung so fortsetzt, kommen wir wieder auf mehr als 200000 Besucher im Jahr “, so Rehkämper.

Über 60.000 Euro reden wir noch

Über weitere insgesamt 60.000 Euro unterhalte man sich noch, so der Bürgermeister. Dabei geht es unter anderem um eine Summe, die de Witt wegen Besuchereinbußen während der Bauarbeiten am Wittekindsprudel geltend macht. Zwischen 2014 und 2015 war der Brunnen saniert worden.

Die Gemeinde hatte de Witt für die Bauzeit Rabatte zugestanden, die dieser an die Besucher weitergeben konnte. Nach Angaben de Witts seien aber einige Gäste ganz weggeblieben. Dafür möchte er nun 15.000 Euro haben. „Das können wir nicht ohne Weiteres anerkennen“, sagt Rehkämper. Darüber müsse weiter gesprochen werden.

20000 Euro stünden noch für die Außenbeleuchtung vor dem Carpesol aus, erläutert Rehkämper weiter. Gemeinde und Carpesol-Gesellschaft hatten die Kosten untereinander aufgeteilt. Der Pächter habe den ausstehenden Betrag jedoch noch nicht an die Gemeinde überwiesen.

De Witt hält Vertrag ein

Jedes Jahr erhält das Carpesol von der Gemeinde einen Investitionszuschuss in Höhe von 25.000 Euro. Das hat der Rat so in seinem Acht-Punkte-Plan verabschiedet. De Witt kann ohne Einzelnachweis über die Summe verfügen.

Dieses Budget habe er aktuell um 15.000 Euro überschritten, sagt Klaus Rehkämper. Ob die Gemeinde auf die Rückzahlung verzichtet, solle der Rat entscheiden.

„Hält Herr de Witt den Vertrag ein? Ja. So hätte ich mir das von Anfang an gewünscht .“ Über die kleineren Beträge, die noch ausstehen, könne man streiten, resümiert der Bürgermeister.


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