Straßenkunde Am Pagenkamp Bad Rothenfelder Straße mit Prominenz

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Am Pagenkamp lebten und leben einige Prominente. Foto: Claudia IxAm Pagenkamp lebten und leben einige Prominente. Foto: Claudia Ix

Bad Rothenfelde. Parallel zum Niedersachsenring führt die Straße „Am Pagenkamp“ in Bad Rothenfelde zur Frankfurter Straße. Einige bekannte Bürger der Gemeinde leben in der idyllischen Wohnstraße.

Woher genau der Begriff Pagenkamp kommt, kann niemand sagen. Sicher ist: Die Straße wird ausgesprochen wie der Page, der Kammerjunge zum Beispiel in Hotels. Auf diesen Begriff geht der Straßenname aber wohl nicht zurück. Mehr aus Bad Rothenfelde

Lateinischer Ursprung?

Hans Nunnensiek, Bad Rothenfelder Urgestein, vermutet das lateinische Wort „paganus“ als Hintergrund. „Paganus“ stand ursprünglich für „dörflich“ oder Bauer. In der Spätantike wurde es mehr und mehr in der Bedeutung „heidnisch“ oder „Heide“ benutzt. „Kamp“ wiederum ist ein vor allem in Norddeutschland seit dem Mittelalter häufig gebrauchter Begriff für ein Stück Land, Acker oder Weide. „Ich denke, dass es sich beim Begriff Pagenkamp um eine Flächenbezeichnung handelt“, erklärt Rentner Nunnensiek. Er vermutet, dass in diesem Gebiet früher Mergel gegraben wurde, um ihn auf die Sandflächen zu streuen und sie damit zu düngen.

Einige Prominente

Am Pagenkamp in Bad Rothenfelde ist zum Beispiel das Unternehmen Nana-Schmuck der Familie Sommer zu Hause. Auch die Firma Rudolph, heute in Dissen, hatte ihre Produktionsstätten früher am Pagenkamp. Zur Familie Rudolph gehörte eine Prominente: Erna Rudolph geborene Remark. Sie war die Schwester des Osnabrücker Schriftstellers Erich Maria Remarque und starb am 15. Februar 1978 mit 77 Jahren in Bad Rothenfelde.

Bewohner

An der Ecke Frankfurter Straße/Am Pagenkamp lebte Altbürgermeister Martin Schomburg, dessen drei Kinder immer noch in Bad Rothenfelde zu Hause sind. Bundesweit noch bekannter ist ein anderer Bewohner der Straße „Am Pagenkamp“. Der ehemalige NRW-Minister Professor Dr. Friedhelm Farthmann, der gebürtig aus Bad Oeynhausen kommt, lebt in dieser Straße. Er war von 1975 bis 1985 Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und von 1985 bis 1995 Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion.


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