Vorbereitung auf den Einsatz Sternsinger ziehen durch Dissen und Bad Rothenfelde

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Eifrige Betriebsamkeit im Bad Rothenfelder Pfarrheim: Wie (von links) Felix, Jonas und Max kleideten sich über 50 Kinder für die Sternsingeraktion am Sonntag ein. Foto: Petra RopersEifrige Betriebsamkeit im Bad Rothenfelder Pfarrheim: Wie (von links) Felix, Jonas und Max kleideten sich über 50 Kinder für die Sternsingeraktion am Sonntag ein. Foto: Petra Ropers

Bad Rothenfelde/Dissen. Singend, segnend und sammelnd ziehen sie am Sonntag wieder von Haus zu Haus: Im katholischen Pfarrheim St. Elisabeth bereiteten sich die Sternsinger aus Dissen und Bad Rothenfelde am Mittwoch auf ihren Einsatz vor.

Was ist ein Segen?

Mehr als 50 Kinder wollen dem Motto der Sternsingeraktion gemäß „Segen bringen – Segen sein“. Doch was ist überhaupt ein Segen? Die berechtigte Frage löste im Pfarrheim zunächst Ratlosigkeit aus. „Ihr bringt den Menschen Zuspruch und wünscht ihnen etwas Gutes zum neuen Jahr“, erklärte ihnen deshalb Margret Dieckmann-Nardmann, pastorale Mitarbeiterin der Pfarreiengemeinschaft. (Weiterlesen: Ruller Sternsinger bei Merkel)

Mit einer Lesung aus dem Matthäus-Evangelium erinnerte sie an die biblischen Vorbilder der Sternsingeraktion. Gold, Weihrauch und Myrrhe haben die Gruppen zwar nicht dabei, wenn sie auf festgelegten Routen von Haus zu Haus gehen. Dafür ist ein Stück Kreide aber stets griffbereit. „Damit schreiben wir den Sternsingerspruch an die Haustür oder daneben“, weiß Max, der bereits zum fünften Mal in eines der bunten Gewänder schlüpft.

Christus mansionem benedicat

C+B+M für „ Christus mansionem benedicat “, umrahmt von der Jahreszahl 2016: Für die Übersetzung der Segensformel braucht er nicht lange zu überlegen. „Das heißt: Christus segne dieses Haus!“ Auch ein Ausweis steckt in der Tasche, die für jede Sternsingergruppe bereitliegt.

Die Jungen und Mädchen wollen nicht nur Segen bringen, sondern auch ein Segen sein – in diesem Jahr vor allem für benachteiligte Kinder in Bolivien. Ein Film führte sie beim Vorbereitungstreffen vom bolivianischen Hochland in die Großstadt El Alto. Dort leben viele Kinder, deren Eltern vor dem harten, kargen Dasein im Hochland geflohen sind. Doch die Hoffnung auf ein besseres Auskommen in der Stadt ist oft trügerisch. Indigene Bevölkerungsgruppen werden ausgegrenzt. Gewalt, Alkoholismus, Kriminalität und Kinderarbeit sind an der Tagesordnung.

Unterstützung weltweit

Das Projekt Palliri, das Kindern in El Alto Zuflucht und Zukunft bietet, ist eines von rund 2000 Projekten weltweit, die mit den von den Sternsingern gesammelten Spenden unterstützt werden. Felix, Jonas und Max, die sich am Sonntag gemeinsam auf den Weg machen, helfen dabei gerne mit: „Durch den Film ist man wirklich motiviert“, sind sie sich einig. „Außerdem macht es auch Spaß.“

Schlechte Erfahrungen haben die drei, die bereits mehrfach zusammen unterwegs waren, noch nicht gemacht. „Natürlich macht nicht jeder auf. Und manche können auch nichts mit dieser Aktion anfangen“, stellte Max fest. Doch viele, vor allem ältere Menschen freuen sich bereits auf ihren Besuch. Der Tag für die Sternsinger beginnt früh: Um 8.45 Uhr treffen sie sich am Sonntag im Bad Rothenfelder Pfarrheim, um in ihre Gewänder zu schlüpfen und anschließend gemeinsam zum Gottesdienst in die St. Elisabeth-Kirche einzuziehen.

Wer noch an der Aktion teilnehmen möchte, der kann sich bei Margret Dieckmann-Nardmann, Telefon 0160/8248150, melden.


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