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Entspannen und wohlfühlen Das Carpesol in Bad Rothenfelde soll Schwimmen, Bäderkulturen und Saunieren vereinen

Von Simone Grawe


Bad Rothenfelde. Kein Wettbewerb um das beste Freizeitangebot mit der längsten Rutsche, sondern ein Gesundheitsbad mit einem opulenten Platzangebot und Wohlfühlcharakter auf drei Ebenen: Das Carpesol verbindet Entschleunigung und Entspannung: „Bringen Sie Zeit mit“ lautet das Credo der Verantwortlichen.

„Bereits mit der Konzeptidee wurde der Name Carpesol für das Gesundheitsbad geboren“, berichtet Ludger Stork, einer der drei Geschäftsführer der generalübernehmenden Betreibergesellschaft carpesol GmbH. Diese eigens gegründete Gesellschaft hat mit der Gemeinde Bad Rothenfelde eine Public-Private-Partnership vereinbart und wird das Bad 25 Jahre lange betreiben.

Mit dem Motto: „Genieße den Tag“ oder „Pflücke den Tag“ ist die Aufforderung zum Genuss der entspannenden und vitalisierenden Wirkung der Bad Rothenfelder Natursole verbunden, führt Storck aus. Und nachdem das Carpesol vor Kurzem das Richtfest feiern konnte, wird nunmehr Ende Mai als Eröffnungstermin angepeilt, kündigte Stork an. Das sei keineswegs utopisch, sondern angesichts des Baufortschritts ein realistisches Datum.

Storck kann ebenso wie die beiden Mitgeschäftsführer Helmut de Witt und Jürgen Kannewischer auf vielseitige Erfahrungen im Bereich der Bäderwirtschaft verweisen. Er gibt einen Einblick in das 18,5 Millionen teure Projekt, unter dessen Dach sich Genuss, Entspannung und Wohlfühlen vereinen sollen.

Beispiel Logo: Das gewählte innenarchitektonische Leitthema „Teutoburger Wald“ sei auch eine touristische Liebeserklärung an die landschaftliche Vielfalt der Region: „Dieses Thema wird bereits durch die erdige Wohlfühlfarbe des Logos versinnbildlicht“, unterstreicht Stork.

In dem neuen Gesundheitsbad sollen klassische Bäderkulturen neu interpretiert werden. Die Besucher haben die Wahl: Zehn verschiedene Innen- und Außenbecken laden zum Schwimmen und Relaxen ein. Daneben bieten die finnische Saunawelt, ein Spa im irisch-römischen Stil und zwei Restaurants ganz unterschiedliche Erholungsmöglichkeiten.

Dreh- und Angelpunkt sind natürlich die unterschiedlichen Becken auf der Badeebene im Erdgeschoss. Hier stehen das ganzjährig nutzbare 300 qm große Sole-Außenbecken mit dreiprozentiger Sole und Welle, ein rundes, 32 Grad warmes Thermalbecken sowie das 20 mal zehn Meter große Sportbecken zur Verfügung: „Insgesamt über 700 qm Wasserfläche“, rechnet Stork vor.

Absoluter Hingucker ist die 16 Meter hohe Glaskuppel über dem Thermalbecken: „Natürlicher Lichteinfall durchflutet das Bad und sorgt für ein einzigartiges Raumerlebnis. Die terrassiert angelegten Pools und Liegezonen unterstützen auch hier die Einsicht nächtlicher Kuppelinszenierungen“, sagt der Geschäftsführer, der sich offenbar von der Lichtsicht-Biennale inspirieren ließ.

Als Hingucker in der Mitte wird eine Brunnenanlage installiert, deren Clou eine Sitzbank ist, die direkt unter dem Wasserschleier aufgestellt wird: „Nächtliche Lichtshows mit Diskothekentechniken und Hauspartys mit entsprechender Illumination, das leuchtet weit über Bad Rothenfelde hinaus“, schwärmt Storck angesichts der zu erzielenden optischen Effekte.

Im Obergeschoss werden rund um die Kuppel zwei Restaurants entstehen, dabei stehen 80 Plätze für die Badegäste und 100 für externe Besucher bereit. Die selbst betriebene Gastronomie mit Namen „Osning“ bietet neben regionalen und internationalen Gerichten auch Cocktails und Kuchenspezialitäten: „Poolservice den ganzen Tag, das hat eine gewisse Attraktivität“, ist sich Stork sicher.

Ebenfalls auf dieser Ebene ist der im Stil der irisch-römischen Badetradition konzipierte Spa-Bereich angesiedelt. Bei dieser Badeform handelt es sich um die 1877 in Baden-Baden erfundene mitteleuropäische Interpretation orientalischer Dampf- und Reinigungsbäder. Zum Angebot zählen Nassmassagen, Cremeservices, Besonnungseinrichtungen und Nachruhezonen. Ergänzt wird dieses Baderitual unter anderem mit einem Starksolebecken mit bis zu zwölf Prozent Solegehalt.

Die finnische Badeebene im Dachgeschoss bietet vier Innensaunen, eine Panorama-Außensauna, drei Pools mit 14, 28 und 36 Grad warmem Wasser und eine weiträumige Dachterrasse.

Die Öffnungszeiten stehen bereits fest: Ohne Ruhetag ist das Carpesol täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet. Die Frühschwimmer können an bestimmten Tagen bereits ab 6.30 Uhr im Sportbecken ihre Bahnen ziehen.

Die Eintrittstarife staffeln sich zwischen zwölf und 20 Euro, wobei der Eintritt in das Gesundheitsbad auch die Saunawelt umfasst. Mit dem Bad werden 45 Vollzeit-Arbeitsplätze geschaffen, die sich auf bis zu 70 Köpfe verteilen.