Kirchenkreistag wählt Hans-Georg Meyer-ten Thoren wird Superintendent im Südkreis

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Pastor Hans-Georg Meyer-ten Thoren (2. von links) ist zum neuen Superintendenten im Kirchenkreis Melle-GMHütte gewählt worden. Foto: SarrazinPastor Hans-Georg Meyer-ten Thoren (2. von links) ist zum neuen Superintendenten im Kirchenkreis Melle-GMHütte gewählt worden. Foto: Sarrazin

Bad Rothenfelde. Zum neuen Superindendenten des evangelisch-lutherische Kirchenkreises Melle Georgsmarienhütte wählte der Kirchenkreistag am Dienstagabend Hans-Georg Meyer-ten Thoren, der derzeit Pastor der Andreasgemeinde in Hollage ist.

Gleich im ersten Wahldurchgang entschieden sich 47 Mitglieder des Kirchenkreistages für Pastor Hans-Georg Meyer-ten Thoren. Die anderen 21 Kirchenkreisvertreter wählten Pastor Joachim Jeska. Es gab keine Enthaltung und somit ergab sich die notwendige Zweidrittelmehrheit für Meyer-ten Thoren, wie der Vorsitzende des Kirchenkreistags, Eckhard Kallert, nach der Wahl erklärte.

Ein glücklicher Wahlsieger 

„Ich bin glücklich, dass der Kirchenkreistag mich gewählt hat, und es ist ein Stückweit eine Last von mir abgefallen“, berichtete Meyer-ten Thoren direkt nach der Wahl. Er ist bisher Pastor in der Andreasgemeinde im Wallenhorster Ortsteil Hollage und stellvertretender Superintendent im Kirchenkreis Osnabrück. An Jeska gewandt fügte Meyer-ten Thoren hinzu: „Ich finde, er hat es toll gemacht, und ich weiß, wie es ist, wenn man es nicht wird.“

Der Gegenkandidat bereut seine Bewerbung nicht

Jeska wiederum dankte dem Wahlausschuss für seine Offenheit und erklärte: „Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt und habe die Bewerbung überhaupt nicht bereut.“ Diese sei für ihn der richtige Weg gewesen, sagte er und wünschte Meyer-ten Thoren alles Gute. 

Bis zum Ergebnis ein Marathon

Doch bis dieses Wahlergebnis stand, sei es für die beiden Kandidaten schon ein Marathon gewesen, fand Meyer-ten Thoren. Denn in den Wochen vor der Wahl hatten sich beide Kandidaten bereits in einer Bewerbungspredigt den Kirchenmitgliedern im Kirchenkreis vorgestellt. Diese Aufstellungspredigten dienten auch der Darstellung der theologischen Kompetenz der Bewerber.

Die endgültige Entscheidung fiel dann in einem Wahlverfahren des Kirchenkreistages im Anschluss an eine Andacht in der Jesus-Christus-Kirche in Bad Rothenfelde und nach einer weiteren Vorstellung der Kandidaten vor den Mitgliedern des Kirchenkreistages. Diese befragten die beiden Pastöre rund eine Dreiviertelstunde lang. Dann folgte die nicht-öffentliche Wahl des neuen Superintendenten.

Unterhaltung der Kandidaten während der Wahl

Der Kirchenkreistag habe sehr „in die Breite gefragt“, stellte Jeska in einem Nebenraum des Gemeindehauses fest, während nebenan die Wahl lief. Und Meyer-ten Thoren berichtete: „Es wurden wirklich alle Felder abgefragt.“ Außerdem waren sich beide einig: Die Kirchenkreismitglieder hatten sich auf die Befragung gut vorbereitet.

Davon abgesehen stellten die beiden einige Gemeinsamktein fest:  In der Befragung durch den Kirchenkreistag, die Jeska mit einem „Kanzlerduell“ verglich, habe er festgestellt, „dass wir beide ähnlich ticken.“ An der Stelle des Superintendenten des Kirchenkreises Melle Georgsmarienhütte reizte denn auch beide die Kombination aus eher ländlichen geprägten Bereichen sowie den dazugehörigen Städten und Kurorten. Auf die Frage, ob sie sich auch eine Bewerbung zum Superintendenten in Osnabrück und als Nachfolger von Friedemann Pannen  vorstellen könnten, antwortete Meyer-ten Thoren: „Im eigenen Kirchenkreis kann ich mir eigentlich nicht vorstellen zu kandidieren.“ Und Jeska erklärte: „Außerdem ist eine Stadt auch noch einmal etwas anderes.“ 

Die Konsequenzen der Wahl

Nach der Wahl von Meyer-ten Thoren zum Superintendenten steht nicht nur ein Umzug seiner Familie nach Melle auf dem Programm. Durch den Wechsel Meyer-ten Thorens wird auch die Pastorenstelle in der evangelisch-lutherischen Andreasgemeinde in Wallenhorst frei. Und auch in der benachbarten Paul-Gerhard-Gemeinde gibt es Veränderungen. Die Frage ist nur, wie stark diese ausfallen werden. Denn die Kirchengemeinde umfasst drei Ortsteile mit zwei Predigtstellen. Sigrid ten Thoren, die Frau des Dienstagabend gewählten neuen Superintendenten, ist als Pastorin für den Wallenhorster Ortsteil Lechtingen zuständig, während ihre Kollegin Pastorin Anita Block bisher für die Kommune Osnabrück Haste und den Wallenhorster Ortsteil Rulle zuständig war. Doch Block feierte bereits ihren Abschiedsgottesdienst und geht Ende Juli in den Ruhestand . „Ich habe immer gesagt, vor heute Abend entscheide ich nichts“, erklärte Pastorin Sigrid ten Thoren während die Wahl des Kirchenkreistages lief. 


Der Superintendent ist der leitende Geistliche eines Kirchenkreises, sprich eines Zusammenschlusses mehrerer Kirchengemeinden. Das Gebiet des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte umfasst 21 Kirchengemeinden im Osnabrücker Land von Sutthausen bis Melle-Neuenkirchen sowie von Bad Laer-Glandorf bis Melle-Buer.

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