7 Millionen Euro Investitionen Energieschub für den Solarpark in Bad Rothenfelde

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Ende April soll der Solarpark in Bad Rothenfelde stehen. Das Unternehmen Green Energy will rund sieben Millionen Euro investieren. Symbolfoto: dpaEnde April soll der Solarpark in Bad Rothenfelde stehen. Das Unternehmen Green Energy will rund sieben Millionen Euro investieren. Symbolfoto: dpa

Bad Rothenfelde. Ende April soll der Solarpark im Strang stehen. Dieses ehrgeizige Ziel hat sich der auserkorene Bauherr und Betreiber der Sieben-Megawatt-Anlage gesetzt. Am Donnerstagabend stellt sich das Unternehmen Green Energy um 19 Uhr im Rat vor.

„Ja, es stimmt, Green Energy übernimmt die Projektrechte von uns“, sagte NLG-Projektkoordinator Stefan Engelhardt in Hannover auf Anfrage unserer Redaktion. Die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) hatte die Flächen im Auftrag der Gemeinde aus der Insolvenzmasse des 2004 geschlossenen Vogelparks gekauft. Hinzu kamen drei Hektar der Klosterkammer und fünf eines privaten Inhabers.

Nächster Schritt war die Suche nach einem geeigneten Investor für die Solaranlage , die schon im vergangenen Jahr Strom liefern sollte. Die Baugenehmigung habe jedoch etwas länger gedauert, begründet Engelhardt die Verzögerung.

„Green Energy“ soll nun die Flächen von der Gemeinde pachten, die Solarmodule kaufen, aufbauen und betreiben. Der gewonnene Strom fließt ins Netz und soll – rein rechnerisch – 1600 bis 1900 Durchschnittshaushalte voll versorgen, kündigte Sunovis-Geschäftsführer Raphael Huber an. Wenn die Anlage weniger produziere, so Engelhardt, sei sie auch nicht mehr wirtschaftlich.

Reine Projektfirma

Green Energy ist ein als reine Projektfirma gegründetes Tochterunternehmen von Sunovis. Sunovis, 2011 im badischen Singen gegründet, bezeichnet sich selbst als Experte für schlüsselfertige Fotovoltaikanlagen in ganz Europa – und die Sonne als seinen wichtigsten Geschäftspartner.

In Bad Rothenfelde will Green Energy zwischen sieben und acht Millionen Euro investieren. Baubeginn für die Anlage im Sundern soll bereits Ende März sein, die Fertigstellung ist für Ende April geplant. Referenz-Objekte des Unternehmens finden sich vor allem in Norddeutschland, aber auch in Italien und Griechenland.

Green Energy hatte sich um Bau und Betrieb des Solarparks beworben und den Zuschlag erhalten. Die Modulreihen sollen im Abstand von zehn Metern errichtet werden und sind bis 2,50 Meter hoch.

Lebensraum für Tiere

Die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen konnten durch die schiere Größe der Fläche direkt um den Standort der Fotovoltaik-Module herum angelegt werden. Jene Bereiche, in denen künftig die Solar-Elemente die Sonnenstrahlen auffangen, umgibt eine dichte Hecke, die nicht nur dem Schutz der Technik dient, sondern auch Tieren einen Lebensraum bietet. Mit dem Ergebnis der Ausgleichsmaßnahmen, darunter auch einige Teiche und Biotope, sind die Naturschutzverbände höchst zufrieden. Die fertige Fotovoltaik-Anlage wird von einem mehrere Kilometer langen Zaun gesäumt. Auf immerhin 2,6 Kilometer kommt auch die neue Stromleitung für die Einspeisung der gewonnenen Sonnenenergie in das Umspannwerk an der Versmolder Straße.


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