Aquarelle und Mixed Media Ausstellung „In Farbe“ in Bad Rothenfelde

Aquarelle in kräftigen Farben und Acrylbilder der Osnabrücker Innenstadt zeigt Martina Görtz ab Januar im Kurmittelhaus Bad Rothenfelde. Foto: Almut HülsmeyerAquarelle in kräftigen Farben und Acrylbilder der Osnabrücker Innenstadt zeigt Martina Görtz ab Januar im Kurmittelhaus Bad Rothenfelde. Foto: Almut Hülsmeyer

Bad Rothenfelde/Bad Laer. Farbkontraste sind Martina Görtz in ihren Bildern besonders wichtig. Ihre Werke zeigen Stillleben mit Flaschen in knalligen Rot- und Blautönen oder Stadtansichten, die in kräftigen Acrylfarben gemalt sind. Die neue Ausstellung der Bad Laerer Malerin trägt deshalb den Titel „In Farbe“. Vom 1. Januar bis 28. Februar zeigt Görtz gut 50 Werke im Westflügel des Kurmittelhauses Bad Rothenfelde.

Die meisten Bilder hat die Künstlerin im vergangenen Jahr gemalt, aber auch einige ältere Arbeiten sind unter den Ausstellungsstücken zu finden. Der Großteil der Werke sind Aquarelle, auf denen Stillleben, Blumen und Landschaften zu sehen sind. „Ich male am liebsten Aquarelle, weil sie so duftig und leicht sind“, sagt Görtz. Allerdings seien Aquarelle schwerer herzustellen als etwa Acrylbilder, bei denen man am Ende noch Details ändern könne. Neben Aquarell und Acryl wendet Görtz auch die Mixed Media Technik an. Dabei schneidet die Künstlerin Bilder oder Texte aus Zeitschriften aus und arbeitet diese in die Bilder mit ein. So sind auf einem Acrylbild, das den Osnabrücker Neumarkt zeigt, in den Fenstern des Gerichtsgebäudes Zeitschriftenbilder von verschiedenen Personen zu sehen.

Inspirationen für ihre Bilder bekommt Görtz auf Reisen oder in ihrem Garten. Um die dort blühenden Blumen als Motiv nutzen zu können, greift die Malerin auch schon mal zu ungewöhnlichen Mitteln. So spannte sie über ihren Pfingstrosen einen Schirm auf, damit der Regen die Blumen nicht verdirbt. In freier Natur malt Görtz nur selten. „Draußen hat man Probleme mit Wind und Wetter. Ich nutze meistens Fotos und male im Atelier“, erzählt Görtz, die sich in ihrem Keller zwei Räume eingerichtet hat, in denen sie in Ruhe arbeiten kann. „Beim Malen kann ich total abschalten und vergesse auch die Zeit“, sagt die Bad Laererin.

Mit dem Malen hat Görtz vor gut 25 Jahren begonnen. Für die Malerei hat sie sich aber schon als Kind interessiert. Als Schülerin begleitete sie ihren Vater, einen Landschafts- und Porträtfotografen, bei seinen Terminen und bekam so ein Gespür für Bilder. 1989 belegte sie erste Kurse an der Volkshochschule und besuchte später Seminare bei den Künstlern Christa Albes-Hübschen, Ekkehardt Hofmann und Bernhard Vogel. Seit einigen Jahren ist Görtz nun auch selber als Dozentin an der VHS Georgsmarienhütte tätig. Außerdem malt die Künstlerin regelmäßig zusammen mit den Bewohnern mehrerer Seniorenheime. „Die Malerei beschert vielen Senioren Erfolgserlebnisse, wenn sie ein Bild fertig bekommen“, berichtet Görtz.

Zum Auftakt der Ausstellung im Kurmittelhaus werden ihr Ehemann Klaus-Wilhelm und ihre vier Töchter ein Matinee-Konzert am 4. Januar um 10.30 Uhr geben. Zum Repertoire des Quintetts unter dem Namen Sa-e-itensprünge gehören geistliche Lieder, Stücke von Bach und Renaissancekompositionen, aber auch Schlager aus den verschiedenen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Außerdem haben die Fünf einen Liedtext auf eine Bearbeitung der kleinen Nachtmusik gedichtet, der die Malerei ihrer Mutter thematisiert.


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