Lichterzug durch abendlichen Wald Stimmungsvolle Fackelwanderung durch Rothenfelder Berg

Von Danica Pieper

Ganz besondere Stimmung: die traditionelle Fackelwanderung durch den Kleinen Berg. Foto: Danica PieperGanz besondere Stimmung: die traditionelle Fackelwanderung durch den Kleinen Berg. Foto: Danica Pieper

Bad Rothenfelde. Wer nach den Weihnachtsfeiertagen die überschüssigen Kalorien wieder loswerden wollte, hatte jetzt in Bad Rothenfelde Gelegenheit dazu. Seit zehn Jahren bietet die Kur und Touristik dort eine Fackelwanderung an, die in diesem Jahr knapp 50 Teilnehmer durch den Kleinen Berg führte.

Der Drang, sich zu bewegen, war spürbar groß unter den Gästen – sicher auch, weil die frostigen Temperaturen und der kalte Wind nicht gerade zum Verweilen vor dem Haus des Gastes einladen. Die Touristeninformation war der Ausgangspunkt für die diesjährige Fackelwanderung, die die Kur und Touristik organisiert hat.

„Wir machen das seit zehn Jahren“, erklärte Christina Kohlbrecher-Zippel, schließlich haben wir hier so schöne Wanderwege.“ Aber nicht nur das: Die Fackeln verbreiteten auch „einen Hauch von Abenteuer“. In diesem Jahr wollten knapp 50 Teilnehmer dieses Abenteuer wagen. „Wir haben mit ganz kleinen Gruppen angefangen, aber mittlerweile haben wir eine ganz rege Teilnahme. Es waren auch schon mal über 60 Leute dabei“, so Kohlbrecher-Zippel.

Nachdem die Wanderung in den letzten beiden Jahren aufgrund des schlechten Wetters ausfallen musste, war es diesmal zwar kalt, aber trocken. Die Tour führt die Gäste in der Regel in den Kleinen Berg, nur einmal, als zu viel Schnee lag, wich die Gruppe in den Sundern aus. Die Route durch den Berg wechselt dabei regelmäßig: „Ich habe hier 75 Kilometer Wanderwege, aus denen ich wählen kann“, berichtete Kohlbrecher-Zippel.

Für die diesjährige Auflage hatte die Organisatorin dieselbe Route wie bei der ersten Fackelwanderung gewählt. Am Fuße des Kleinen Berges entzündeten die Teilnehmer ihre insgesamt 20 Fackeln, was sich aufgrund des Winds als gar nicht so einfach gestaltete.

„Das ist so romantisch“, meinte eine Wanderin, als alle Tuchfackeln schließlich leuchteten.

So ausgerüstet, ging es für die Gruppe in den Wald hinein. Angeführt von Kohlbrecher-Zippel und ihrem Hund, Alaska Malamud Olli, spazierten die Teilnehmer durch den Kleinen Berg, bis sie nach etwa einer Dreiviertelstunde die Bismarckhütte erreichten, wo bereits Glühwein und heißer Kakao auf sie warteten.

„Wer kommt denn aus Bad Rothenfelde...“, begann Kohlbrecher-Zippel, woraufhin einige ihre Hand erhoben. „Und wer hätte den Weg auch so gefunden?“ Die Hände sanken wieder. „Dabei ist es gar nicht so dunkel. Und Taschenlampen sind ja auch unromantisch“, meinte die Tourleiterin. „Aber hilfreich!“, tönte es aus der Menge.

Nachdem alle ausgetrunken und die Ersten ihre abgebrannten Fackeln durch neue ersetzt hatten, ging die Tour weiter. Noch eine weitere halbe Stunde lief die Gruppe durch den Berg, bevor sie schließlich wieder am Haus des Gastes ankam.

Wer mochte, konnte sich im Café in Moll mit einer heißen Suppe aufwärmen – ein Angebot, das viele Fackelwanderer sehr gerne annahmen.


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