„Seniorenresidenz am Salzbach“ Keine Rennpiste vor Rothenfelder Seniorenwohnpark

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Bad Rothenfelde. Die Seniorenresidenz am Salzbach nimmt Gestalt an. Die Entwürfe fürs Seniorenpflegezentrum, für betreute Wohnangebote und vier separate Häuser südlich der Hannoverschen Straße in Bad Rothenfelde provozieren vor allem eine Frage: Wie fließt der Verkehr im und ums Plangebiet? Im Bauausschuss wurden darauf erste Antworten gegeben.

Der private Stichweg: Der Weg zu den zentralen Verbrauchermärkten scheint geebnet: Bewohner der 32 Wohnungen in den vier seniorengerechten Häuser sollen über einen privaten Stichweg an die Straße „Am Salzbach“ angebunden werden. „Die Straße ,Am Salzbach‘ könnte man als Spielstraße ausweisen“, gab Iris Seydel, Vertreterin des Bürgermeisters, eine Idee der Verkehrswacht weiter. Die neue Stichstraße ist für maximal 7,5 Tonnen zugelassen und als Weg für Anlieger gedacht. „Die Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr dürfen diese Straße nutzen“, erklärte Architekt Thorsten Bick. Die Müllabfuhr nicht.

Die Müllabfuhr: Sie soll das Wohngebiet von der Frankfurter Straße über eine Stichstraße anfahren – und zwar über ein steuerbares Poller-System: Poller runter, Müllabfuhr rein in das Plangebiet. Bei den Entwürfen haben die Planer nach Rücksprache mit der Awigo nachgebessert, damit die großen Fahrzeuge im Bereich der vier Einzelhäuser möglichst einfach den Müll abholen können. Die Häuser wurden leicht versetzt, ein größerer Radius vorgesehen, erklärte Bick. Im Bereich des Pflegezentrums an der Hannoverschen Straße wird eine zusätzliche Bucht für die Müllcontainer geplant, damit niemand behindert wird.

Rad- und Fußweg: Westlich entlang der gesamten Seniorenwohnparks soll ein 250 Meter langer Fuß- und Radweg gebaut werden. Der Weg soll im mittleren Bereich 2,50 Meter breit werden. Entlang der Ausgänge der Reihenhäuser will die Gemeinde auf drei Meter Breite gehen. „Die Bürger hatten die Sorge, dass hier ein Hochgeschwindigkeitsradweg entsteht“, sagte Planer Werner von Beeren. Eine Rennpiste sei nicht erwünscht, wo Senioren mit Rollator oder Rollstuhlfahrer unterwegs sind. „Wir gehen davon aus, dass hier durch die Versprünge der Gebäude niemand einfach so durchschießen kann“, sagte von Beeren. „Der Fuß- und Radweg sollte als Schulweg ausgezeichnet werden“, sagte ein Bürger über die Alternative zur viel befahrenen Frankfurter Straße. „So ist es gedacht“, betonten Ausschussmitglieder und Iris Seydel.

Frankfurter Straße: Fußgänger und Radfahrer, die den Weg entlang des Seniorenzentrums nutzen, stoßen irgendwann auf die Frankfurter Straße und müssen sie – etwa zur Grundschule – queren. Eine Spielstraße im Bereich der Stichstraße könne das Tempo rausnehmen, hieß es. „Ein Zebrastreifen und eine Fahrbahnverengung sind direkt an der Frankfurter Straße denkbar“, so Seydel. „Da staut sich der Verkehr aber jetzt schon“, betonte ein Bürger. „Die Frankfurter Straße müssen wir uns genauer ansehen“, bestätigte ihn Carl Bohlmann (CDU). Ein Baustein, der zwar über den Bebauungsplan hinausreicht, für die weitere Planung aber unumgänglich ist – und unumfahrbar.


Im Baugebiet „Südlich der Hannoverschen Straße“ soll auf dem Grundstück des ehemaligen Meyerhofs und den angrenzenden Flächen eine Seniorenresidenz entstehen. Neben einem Seniorenpflegezentrum mit 44 Pflegezimmern und 27 Wohnungen für betreutes Wohnen sollen vier barrierefreie Häuser mit je acht Wohnungen gebaut werden. Das Pflegezentrum wird mit einer Tiefgarage mit 45 Stellplätzen und zwölf oberirdischen Parkplätzen ausgestattet. Für die vier Einzelhäuser sind 38 Stellplätze geplant. Der Bauausschuss in Bad Rothenfelde hat sich einstimmig für die öffentliche Auslegung der Entwürfe ausgesprochen.

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