Es gibt keine Fehler Erste-Hilfe-Training beim DRK Dissen-Bad Rothenfelde

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Dissen. Innerhalb von 15 Minuten ist der Rettungsdienst nach Eingang einer Meldung am Notfallort. Darauf ist die Hilfsfrist der Rettungsdienste in Niedersachsen festgelegt. Doch auch schon zehn Minuten Wartezeit können für Personen am Notfallort unendlich lang sein. Da kann es Leben retten, wenn auch Laien Erste-Hilfe-Maßnahmen beherrschen.

Und vor allem, wenn sie sich trauen, bei einem Herzstillstand einzugreifen, bevor die Rettungssanitäter eintreffen. Um Menschen die Hemmungen vor der Herzdruckmassage und vor Hilfsgeräten wie einem Defibrillator zu nehmen, lud der DRK-Ortsverein Dissen-Bad Rothenfelde am Montagabend zu einem kostenlosen Kurs in der Realschule Dissen im Rahmen der deutschlandweiten „Woche der Wiederbelebung“ ein.

„Dieses Thema geht alle Bürger etwas an. Schließlich kann ein Herzstillstand jeden treffen“, erklärte das DRK-Team und freute sich über mehr Interessenten als im letzten Jahr, die zu ihrer Aktion in die Aula gekommen waren, Fragen stellten und sich mit der Bedienung medizinischer Hilfsgeräte vertraut machten. „Die meisten Leute wissen gar nicht, dass so ein Defibrillator, der inzwischen in vielen öffentlichen Einrichtungen hängt, ihnen im Notfall durch automatische Ansagen die Handlungsschritte aufzeigt“, bemerkte DRK-Helfer Vaseetharan Mohanarajah. Unter seiner Anleitung probierten zahlreiche Besucher das Gerät aus, mit dem bei Herzrhythmusstörungen geholfen werden kann.

Eine andere Besuchergruppe lauschte den Erklärungen Holger Meyer-Sickendieks. Der „Sanitäter vor Ort (SavO)“-Leiter zeigte an der Übungspuppe Anne, wie man richtig reanimiert. Im Notfall müsste man sich nur folgende drei Wörter merken: „prüfen, rufen, drücken“, so der DRK-Helfer. Nach dem 112-Notruf solle man mit der Herzdruckmassage beginnen. Wie genau man dabei Hand anlegt, lernten auch Sieglinde und Manfred Schneider. Angestrengt drückten sie nach Anweisung des SavO-Leiters 100-mal pro Minute das Brustbein der Puppe. „Den letzten Erste-Hilfe-Kurs haben wir damals beim Führerschein gemacht. Zeit, um unser Wissen aufzufrischen“, meinten die Schneiders. Als Urlauber auf dem Campingplatz in Bad Rothenfelde hätten sie jetzt mal Zeit, um so ein Angebot wahrzunehmen. Sieglinde Schneider sei selbst schon mal in eine Notfallsituation geraten, in der sie ihrer Schwiegermutter bei einem Schlaganfall zu Hilfe eilen musste. „Zum Glück beherrschte ich damals die stabile Seitenlage“, erinnerte sie sich.

Wie man Patienten in diese überlebenswichtige Position bringt, erklärten DRK-Mitglieder Tanja Kniebel und Lucas Pohlmann. „Und was mache ich mit der Rettungsdecke und wenn die Person noch einen Helm trägt?“, wollte Renate Tebbenhoff aus Bad Rothenfelde wissen.

Das Team des DRK-Ortsvereins beantwortete die verschiedenen Fragen der Besucher und stellte letztendlich fest, dass viele ja eigentlich wüssten, was zu tun ist, aber Angst haben, im Notfall etwas falsch zu machen. Der schwerwiegendste Fehler, den man aber machen könne, sei, gar nicht zu helfen. „Wenn bei der Herzdruckmassage eine Rippe bricht, ist das im Notfall doch unwichtig. Hauptsache der Mensch überlebt“, betonten die DRK-Helfer, die sich über Verstärkung in ihrem ehrenamtliche Team freuen würden.

Informationen über den DRK-Ortsverein Dissen-Bad Rothenfelde und über dessen Kursangebote gibt es im Internet auf www.drk-dibaro.de


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