Erneuerung der Sole-Förderung Bad Rothenfelder Gradierwerk soll wieder pumpen

Von Danica Pieper

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Gemeinsam begutachteten Mitglieder des Gradierwerk-Fördervereins, der Gemeindeverwaltung und der Denkmalschutzbehörde die Pumpenanlage im Neuen Gradierwerk. Im Hintergrund die Windkunst, die die Pumpe später antreiben soll. Bei der Rekonstruktion soll möglichst viel von der Originalsubstanz erhalten bleiben.Foto: Danica PieperGemeinsam begutachteten Mitglieder des Gradierwerk-Fördervereins, der Gemeindeverwaltung und der Denkmalschutzbehörde die Pumpenanlage im Neuen Gradierwerk. Im Hintergrund die Windkunst, die die Pumpe später antreiben soll. Bei der Rekonstruktion soll möglichst viel von der Originalsubstanz erhalten bleiben.Foto: Danica Pieper

Bad Rothenfelde. Die Windmühle auf dem Neuen Gradierwerk ist schon länger ein Anziehungspunkt, nun sollen die Besucher noch tiefer in die Geschichte der Salzgewinnung eintauchen können: Der Förderverein zum Erhalt der Bad Rothenfelder Gradierwerke plant zurzeit die Sanierung einer Pumpe. Einen ersten Entwurf stellte Architekt Uwe Rehage jetzt der Denkmalschutzbehörde vor.

Die Idee, die Pumpenanlage im Neuen Gradierwerk zumindest teilweise wieder in Betrieb zu nehmen, gibt es in Bad Rothenfelde schon seit einigen Jahren. Nach der Erneuerung der Windkunst mit Flügeln und Steuerung 2007 habe man den Plan jedoch erst einmal auf Eis gelegt, berichtete Bürgermeister Klaus Rehkämper: „Finanztechnisch war das damals nicht zu bewältigen, aber das Ziel haben wir nie aus den Augen verloren.“ Nun will der Förderverein zum Erhalt der Bad Rothenfelder Gradierwerke dieses Projekt endlich in Angriff nehmen: „Ermuntert hat uns dabei eine private Spende von 10000 Euro“, erklärte der Vorsitzende Klemens Winter.

Noch stehen die Planungen ganz am Anfang. Fest steht, dass eine der vier Pumpen des Gradierwerks zu Schauzwecken wieder in- stand gesetzt werden soll. Dazu ist es unter anderem nötig, ein Edelstahlrohr, eventuell mit Holzverkleidung, in die etwa 190 Jahre alte Pumpe einzusetzen. Auch das Kunstkreuz, das mit jeder Pumpe durch einen Arm verbunden ist, soll rekonstruiert werden. Angetrieben wird die Pumpe durch die Windkunst.

Zunächst jedoch muss die Denkmalschutzbehörde den Plänen zustimmen. Dazu stellte Architekt Uwe Rehage jetzt seine Ideen Elisabeth Sieve von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Osnabrück sowie Wiebke Dreeßen vom niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege vor. Sieve begrüßte die Idee, die Pumpe für die Besucher wieder zum Leben zu erwecken, sofern der historische Bestand nicht zu sehr angetastet wird: „Uns ist wichtig, dass möglichst viel von der Originalsubstanz erhalten bleibt.“

Rehage geht derzeit von Gesamtkosten in Höhe von 35000 Euro aus. Winter ist sich sicher, dass der Förderverein die Summe durch Spenden, Fördermittel, eigene Mittel und falls nötig einen Zuschuss von der Gemeinde aufbringen kann: „Wir fangen keine Projekte an, die wir nicht stemmen können. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, dann können wir was bewegen.“ Bürgermeister Rehkämper hofft, dass die Arbeiten bald beginnen können: „Das Gradierwerk ist das Wertvollste, was wir haben. Durch die Erneuerung der Pumpe können wir es noch attraktiver machen.“


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