Von James Last bis Bon Jovi Feuerwehr-Musikzug Borgholzhausen begeistert in Bad Rothenfelde

Von Petra Ropers

Immer wieder gern gehörte Gäste im Bad Rothenfelder Konzertgarten: Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Borgholzhausen präsentierte sich am Samstag überraschend modern und rockig. Foto: Petra RopersImmer wieder gern gehörte Gäste im Bad Rothenfelder Konzertgarten: Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Borgholzhausen präsentierte sich am Samstag überraschend modern und rockig. Foto: Petra Ropers

Bad Rothenfelde. Rock, Pop und dazu eine Prise Bigband-Sound brachten Stimmung in den Konzertgarten: Ihrer Leidenschaft für moderne Arrangements ließen die Bläser des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Borgholzhausen am Samstag freien Lauf. Von James Last bis Bon Jovi spannten sie den Bogen beim Sommerkonzert.

In Bad Rothenfelde gehören die Borgholzhausener Bläser beinahe schon zu den Stammgästen. Sie bringen nicht nur regelmäßig Schwung in laue Sommerabende, sondern bereicherten im vergangenen Jahr auch die Feier zum Jubiläum der Konzertmuschel. Unter der Leitung ihres Dirigenten Matthias Eising präsentierten sie sich nun von ihrer rockigen Seite: Mit Kulthits und Filmmusik im Bigband-Sound trafen sie fernab von Märschen und volkstümlichen Bläserklängen vor allem den Nerv ihres jüngeren Publikums.

Im Musikzug selbst greifen Bläser von 13 bis 73 Jahren mit ansteckender Begeisterung zu ihren Instrumenten. In dramatischen Klangbildern schickten sie den „Fluch der Karibik“ durch den Konzertgarten. Flirrende Saxofon-Soli und präzise Trompeteneinwürfe setzten Akzente im treibenden Peter-Gunn-Thema der „Blues Brothers“. Zu einem kultigen Medley verbanden sich von „It’s my Life“ bis „Living on a Prayer“ im mitreißenden Bläserklang die größten Hits der Rock-Gruppe Bon Jovi.

Auch Fans der Rockband Toto kamen beim Konzert des Musikzuges auf ihre Kosten. Über dem weichen Klangteppich von Tuben, Saxofonen und Tenorhörnern entfalteten sich im unverwechselbaren Toto-Sound markante Songs wie „Rosanna“ oder „Africa“. Doch die Borgholzhausener Bläser verstehen sich auch auf den gefühlvollen Umgang mit ihren Instrumenten. Weich geführte Trompetensoli, ein zurückhaltend einfallendes Orchester und das sanft entwickelte Crescendo machten etwa Frank Sinatras „My Way“ zum Hörgenuss.

Spritzig trieben sie danach James Lasts Bigband-Version des Rhythm’n-Blues-Hits „Reet Petite“ voran. Echte Sommerlaune brachten sie leicht und peppig mit Michael Bublés „It’s a beautiful day“ in den Konzertgarten. Modern und bestens aufgelegt präsentierte sich der Musikzug, der auch ganz ohne Marschmusik von seiner Vielseitigkeit überzeugte. Das abschließende Jive-Medley ging nicht nur den Musikern selbst in die Beine. Es schickte auch die Konzertbesucher mit tanzbegeistert zuckenden Füßen in den weiteren Abend.