Zwischen Barock und Moderne Gitarristen der Hochschule Osnabrück in Rothenfelde

Meine Nachrichten

Um das Thema Bad Rothenfelde Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Einen klangvollen Streifzug durch die Welt klassischer Gitarrenkompositionen bot das Ensemble der Hochschule Osnabrück in Bad Rothenfelde dar. Foto: Petra RopersEinen klangvollen Streifzug durch die Welt klassischer Gitarrenkompositionen bot das Ensemble der Hochschule Osnabrück in Bad Rothenfelde dar. Foto: Petra Ropers

Bad Rothenfelde. Mit virtuoser Saitenkunst zwischen Barock und Moderne verwöhnte das Gitarrenensemble der Hochschule Osnabrück die Musikfreunde in Bad Rothenfelde. Im Haus des Gastes präsentierte das junge Ensemble unter der Leitung von Professor Ulrich Müller einen niveauvollen Streifzug durch Kammermusik und Orchesterwerke.

rop Bad Rothenfelde. Mit virtuoser Saitenkunst zwischen Barock und Moderne verwöhnte das Gitarrenensemble der Hochschule Osnabrück die Musikfreunde in Bad Rothenfelde. Im Haus des Gastes präsentierte das junge Ensemble unter der Leitung von Professor Ulrich Müller einen niveauvollen Streifzug durch Kammermusik und Orchesterwerke.

Gegründet im Jahre 1980 empfahl sich das Gitarrenensemble sechs Jahre später als erster Preisträger beim Deutschen Orchesterwettbewerb. Seither widmen sich die Musiker bei Konzerten in ganz Deutschland der Originalliteratur unterschiedlicher Epochen. Zwar sind anspruchsvolle Werke für klassische Gitarre zumeist eher jüngeren Datums. Die Laute stellte Antonio Vivaldi jedoch im 18. Jahrhundert in den Mittelpunkt von vier Kompositionen – darunter das Concerto D-Dur, mit dem das Hochschulensemble sein Konzert eröffnete.

Im lebhaften Wechselspiel von Solist Janis Neteler und Orchester entfalteten sich die schnellen Ecksätze. In dezenter Zurückhaltung unterlegten die Gitarren im zentralen Largo das gefühlvolle und deutlich akzentuierte Solo. Wechselnde Solisten traten beim Streifzug durch die kLiteratur des 20. Jahrhunderts in den Vordergrund. Als tänzerischer Dialog entfaltete sich durch Mirco Ahrens, Pia Resing, Patrick Schütte und Bui Anh Luong dabei Patrick Roux‘ „Comme un tango“.

Für zwei Gitarren komponierte Mario Castelnuovo-Tedesco 1959 seine „Sonatina Canonica“, aus der Sara Zandinia und Andrea Grüter zwei Sätze von energiegeladener Virtuosität und zarter, einander umspielender Intensität vorstellten. Eine furiose, jazzig anmutende Toccata des französischen Komponisten Pierre Petit, dargeboten von Pia Resing und Bui Anh Luong, rundete mit dynamischen Crescendi, eruptiven Ausbrüchen und wohl gesetzten Pianopassagen den ersten Teil des Konzertes ab.

Astor Piazzollas anspruchsvolle Tango-Suite in drei Sätzen stand durch Janis Neteler und Annika Steinke im Mittelpunkt des zweiten Konzertteils. Zu wilder, energiegeladener Virtuosität steigerten sich dabei die beiden Ecksätze. In zarter Melancholie umspielten sich die beiden Gitarren im zentralen Andante, das mit wirkungsvoll gesetzten Pausen noch den letzten Saitenklang auskostete. Auszüge aus dem Ballett „El amor de bruja“ und der Oper „El corregidor“ führten nach den solistischen Darbietungen zurück zum vollen Ensembleklang.

Für dieses Vergnügen spendeten die Konzertbesucher gerne begeisterten Applaus.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN