Öffentliche Konkurrenz zu stark Salinensaunapark in Bad Rothenfelde geschlossen

Winterliche Impression aus dem Salinensaunapark: Nach dem Schwitzen zum Abkühlen in den ‚Schwimmteich. Das ist jetzt vorbei. Foto: Archiv/RopersWinterliche Impression aus dem Salinensaunapark: Nach dem Schwitzen zum Abkühlen in den ‚Schwimmteich. Das ist jetzt vorbei. Foto: Archiv/Ropers

Bad Rothenfelde. Der Salinensaunapark ist Geschichte. Nach einem Vierteljahrhundert ungezählter Schweißtropfen, Aufgüsse und Wellnessanwendungen hat der beliebte Saunabetrieb am Heidländer Weg geschlossen. Viele Stammgäste sind darüber sehr traurig. Sogar Tränen sind geflossen.

Das Aus habe mehrere Gründe, erzählt Inhaber Hans Thomaschefsky. Einer sei sein Alter. Thomaschefsky feiert im nächsten Jahr seinen 65. Geburtstag und ist nicht nur Betreiber des Salinensaunaparks, sondern auch Heil- und Chiropraktiker mit eigener Praxis. „Den Saunabetrieb nebenbei zu führen, ist einfach schwierig“, sagt er. „Sie müssen dort eigentlich den ganzen Tag vor Ort sein.“ Die Zusammenarbeit mit drei Pächtern sei nicht so ideal verlaufen, wie er es sich gewünscht hätte.

„Hinzu kommt, dass die Konkurrenz durch die öffentliche Hand immer größer wird.“ Die neue Wellnesstherme Carpesol, mit vielen Fördermitteln gebaut, mache kleinen privaten Saunabetrieben das Leben schwer. Da auch ein Nachfolger fehlt, hat sich Hans Thomaschefsky dazu entschlossen, den Saunabetrieb zu schließen. Seine Kunden seien traurig, dass sie die vier Saunen und den Schwimmteich auf dem parkartigen Außengelände nun nicht mehr genießen können.

Auch Thomaschefsky selbst fiel der Entschluss für die Schließung des Salinensaunaparks nicht leicht. Doch 70 Arbeitsstunden in der Woche seien einfach zu viele, die Doppelbelastung zu groß. Nun hofft er auf ein wenig mehr Freizeit – auch für seine Enkelkinder. Seine Praxis als Heilpraktiker führt er weiter. „Ich möchte doch die 50 Jahre damit voll machen.“

Was mit dem 7600 Quadratmeter Grundstück und dem 1000 Quadratmeter großen Saunakomplex passieren soll, weiß Thomaschefsky noch nicht. „Vielleicht verkaufe ich die Immobilie auch.“


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