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Rat diskutiert Grünen-Antrag Konzept für die Zukunft des Heilbades Bad Rothenfelde

Die attraktive Fassade der neuen Gesundheitstherme in Bad Rothenfelde. Foto/Zeichnung: ArchitekturbüroDie attraktive Fassade der neuen Gesundheitstherme in Bad Rothenfelde. Foto/Zeichnung: Architekturbüro

Bad Rothenfelde. Braucht Bad Rothenfelde einen Masterplan? Nach einem Wunsch der Grünen sollte ein ganzheitliches Konzept für die Zukunft des Heilbades aufgestellt werden, wobei alle Aspekte, inklusive der Finanzierbarkeit der Planungen, einbezogen werden müssten. Diese Forderung untermauerte Anne-Katrin Kebschull (Grüne) während der Ratssitzung.

Gerade mit Blick auf die Gesundheitstherme steht Bad Rothenfelde nach Auffassung der Grünen vor epochalen Veränderungen. Davon ausgehend, dass das neue Bad hohe Besucherzahlen nach sich ziehen werde, brauche der Ort ein attraktives Umfeld, berichtete die Grünen-Ratsfrau.

Die der Thermen-Planung zugrunde liegenden Untersuchungen hätten ergeben, dass 37 Prozent der Besucher des alten Hallenbades weitere Attraktionen in Bad Rothenfelde genutzt hätten. Für den erfolgreichen Betrieb sei die Gemeinde also darauf angewiesen, den Ort noch attraktiver zu gestalten.

Allerdings dürfte die Therme nicht isoliert betrachtet werden, sondern zur Gestaltung eines attraktiven Umfeldes gehörten ferner Straßenerneuerungen und die Frage der künftigen Tourismusgestaltung. Vor diesem Hintergrund regte sie die Bildung einer Arbeitsgruppe an, die das Leitbild von Bad Rothenfelde überarbeiten sollte.

„Ein ausführlicher Antrag, den wir sehr ernst nehmen“, kommentierte Bürgermeister Klaus Rehkämper. Er forderte den Rat dazu auf, „System“ in die Thematik zu bringen, indem eine detaillierte Aufarbeitung in den Fachausschüssen wie Bau- und Planung sowie Tourismus erfolgen sollte. Bereits 1999 hatte der damalige Rat beschlossen, einen städtebaulichen Rahmenplan mit Kurortentwicklungs- und -verkehrskonzept aufzustellen: „Ausschließlich für die Honorare sind damals Kosten in Höhe von 230000 Mark entstanden“, rief Rainer Spiering in Erinnerung.

Seinerzeit wurde erkannt, dass alle Bereiche untrennbar miteinander verknüpft sind und aufgrund ihrer Wechselwirkungen nicht losgelöst voneinander betrachtet werden sollten. Im Bereich Kurortentwicklung wurde bereits im Jahr 2001 mit höchster Priorität festgelegt, dass das Hallen-Sole-Wellenbad zumindest umgebaut und saniert oder neu gebaut werden soll. Daraus hat sich mittlerweile die Gesundheitstherme als „Leuchtturm“ im Masterplan des Tourismusverbandes Osnabrücker Land entwickelt.

Im Bereich Verkehr ging mit der Umgestaltung der Salinenstraße auch der Umbau der T-Kreuzung Salinenstraße/Bahnhofstraße/Hannoversche Straße als Kreisel einher, während der Bereich Städtebau auf die Ansiedlung junger Familien abzielte. Um diese Gruppe für Bad Rothenfelde zu gewinnen, wurde das Baugebiet „Nunnensieks Hof“ ausgewiesen, in dem aktuell 89 Kinder unter 16 Jahren leben.

Bereits bei der Aufstellung wurde davon ausgegangen, dass in zehn bis 15 Jahren eine Fortschreibung erforderlich sein könnte, heißt es in einer umfangreichen Stellungnahme der Verwaltung.

Und wie geht es nun weiter? Klaus Rehkämper regte an, in den verschiedenen Fachausschüssen über das künftige Leitbild zu diskutieren, um dann letztlich zu entscheiden, welchen Weg die Gemeinde künftig bestreiten möchte.


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