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Reicht die starke „erste Elf“? Rothenfelde will wieder hoch hinaus

Von Martin Heuer

Jubeln will die junge Garde der Rothenfelder Neuzugänge mit (v. l. neben Trainer Günter Baerhausen) Igor Balov, Patrick König, Baris Misdik, Kevin Herbermann (vorn) und Alexander Hessel in der neuen Saison möglichst oft. Foto: Hermann PentermannJubeln will die junge Garde der Rothenfelder Neuzugänge mit (v. l. neben Trainer Günter Baerhausen) Igor Balov, Patrick König, Baris Misdik, Kevin Herbermann (vorn) und Alexander Hessel in der neuen Saison möglichst oft. Foto: Hermann Pentermann

heu Bad Rothenfelde. Bleibt der SV Bad Rothenfelde in der Landesliga in der Erfolgsspur? Mit einer starken Rückserie unter Trainer Günter Baerhausen mauserte sich der Ex-Niedersachsenligist in der Vorsaison zum Tabellendritten und damit zur regionalen „Nummer eins“ auf sechsthöchster Fußballebene. Entsprechend hoch legt der Coach die Messlatte für die neue Spielzeit: „Wir wollen wieder unter die ersten drei.“

Kader: Die Aktivitäten auf dem Spielermarkt spiegeln die hohen Ambitionen an der Saline kaum wider. Mit den Youngstern Kevin Herbermann, Igor Balov, Baris Misdik und Alexander Hessel wurden zwar vielversprechende Talente an Land gezogen, mit dem technisch versierten Torvorbereiter Patrick König (BSV Holzhausen) kam aber nur ein tatsächlich schon erprobter Akteur hinzu.Bei namhaften Abgängen wie den Routiniers Kai Hartmann, Rene Bonath oder Thorsten Schlingmann erscheint es fraglich, ob der Kader die Klasse der Vorsaison erreicht. Trainer Baerhausen setzt beim Umbau auf die Führungsqualitäten bewährter Kräfte, die den Neulingen den (mehrfachen) Klassensprung erleichtern sollen.

Stärken: Die Erfahrung von Nils Hörmeyer, Malte Becker, Martin Heinrich, Patrick Fiß oder Thorsten Kuhlmann ist tatsächlich ein Pfund, mit dem die Salinenstädter wuchern können. Vor allem in der Offensive ist das Baerhausen-Team stark besetzt: Hier drängten sich in der Vorsaison Akteure wie Tobias Kasper und Kevin Kilubi als Alternativen zum etatmäßigen Sturmduo Becker/Fiß auf.

Schwächen: Zweifellos bleibt die Abwehr das Sorgenkind der Rothenfelder. Mit Martin Heinrich kann die Viererkette nur auf einen Routinier bauen. Da hinter der Karriere des Pechvogels Christoph Vormund weiter ein Fragezeichen steht, werden vermutlich wieder Becker und Hörmeyer in der Defensive aushelfen müssen. Im Mittelfeld werden die Neulinge einige Zeit benötigen, um sich an das Tempo der Landesliga zu gewöhnen. Die „erste Elf“ scheint für den Spitzenkampf gerüstet, dahinter klafft aber eine (zu) große Lücke.

Prognose: Das Niveau der Vorsaison kann nicht gehalten werden, Rothenfelde landet zwischen Platz 5 und 10.

Der Auftakt: 7. 8., 15 Uhr, Un. Lohne (A), 14. 8., 15 Uhr, VfL Oldenburg (H), 19. 8., 19.30 Uhr, VfL Oythe (A).


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