Auszeichnung für Schüchtermann-Klinik Netzwerk für Herzschwächetherapie entsteht im Landkreis Osnabrück

Kardiologe Dr. Markus Engelen freut sich über die Auszeichnung als erste Schwerpunktpraxis für Herzschwäche in der Region. Foto: Schüchtermann-KlinikKardiologe Dr. Markus Engelen freut sich über die Auszeichnung als erste Schwerpunktpraxis für Herzschwäche in der Region. Foto: Schüchtermann-Klinik

Bad Rothenfelde/Osnabrück. Das MVZ der Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde in Osnabrück ist jetzt als erste in der Region von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) als Schwerpunktpraxis für Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zertifiziert worden.

„Wir freuen uns sehr darüber“, so der Kardiologe Dr. Markus Engelen. Denn Herzschwäche sei ein großes und durch zunehmendes Alter wachsendes Problem. Es werde von Medizinern sowie von Patienten nach wie vor oft unterschätzt. Herzschwäche sei in Deutschland der häufigste Grund für krankheitsbedingte stationäre Aufnahmen. Rund zwei Prozent der europäischen Bevölkerung (rund 15 Millionen Betroffene) leiden an einer Herzschwäche, mehr als zehn Prozent der über 70-Jährigen sind betroffen.  

Die Behandlung gestaltet sich vor allen Dingen oft bei den Übergängen zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor und umgekehrt schwierig, die Therapie muss interdisziplinär und Hand in Hand erfolgen. Daher ist die Behandlung in Netzwerken notwendig. Auch im Landkreis Osnabrück formiert sich gerade aus der Ärzteschaft ein landkreisweites Netzwerk Herzinsuffizienz.

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert Schwerpunktkliniken und Schwerpunktpraxen für Herzinsuffizienz. Die Schüchtermann-Klinik in Bad Rothenfelde ist bereits seit kurzem als überregionales Schwerpunktzentrum Herzinsuffizienz zertifiziert, das kardiologischen MVZ der Schüchtermann-Klinik in Osnabrück (ärztlicher Leiter Hans-Jürgen Kreiling) wurde unter der Führung des Kardiologen Engelen nun zertifiziert.

Engelen arbeitet seit Oktober 2016 im MVZ der Schüchtermann-Klinik und hat das Zertifikat „Zusatzqualifikation Herzinsuffizienz“ der DGK erworben, zuvor hat er 13 Jahre lang in der Uniklinik in Münster gearbeitet und dort zuletzt vier Jahre lang eine Spezialambulanz für Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz und vor beziehungsweise nach Herztransplantation geführt. 

Herzinsuffizienz entsteht durch die Unfähigkeit des Herzens, den Körper ausreichend mit Blut, Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Die Hauptsymptome sind eine zunehmende Leistungseinschränkung, Luftnot bei Belastung, Wassereinlagerungen vor allem in den Beinen sowie in späteren Stadien eine plötzliche und anderweitig nicht erklärbare Gewichtszunahme. Die Therapie besteht zunächst aus einer Änderung des Lebensstils, Medikamenten und im weiteren Verlauf auch apparativen Therapien. In der Endstrecke wird oft eine Herztransplantation oder die Implantation eines mechanischen Herzunterstützungssystems notwendig.


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