Lesung im Literaturforum Iburger Kreis präsentierte neue Texte in Rothenfelde

Lasen aus ihren Werken im Literaturforum Bad Rothenfelde, der Iburger Kreis: (von links) Gerd Westphal, Rosa Rhoot, Rosemarie Posern, Ulrike Noltenius, Heinz Zeckel und Erika Heyde.Foto. Susanne PohlmannLasen aus ihren Werken im Literaturforum Bad Rothenfelde, der Iburger Kreis: (von links) Gerd Westphal, Rosa Rhoot, Rosemarie Posern, Ulrike Noltenius, Heinz Zeckel und Erika Heyde.Foto. Susanne Pohlmann

Bad Rothenfelde. Zum 7. Mal lud das Literaturforum Bad Rothenfelde den Iburger Kreis zur Autorenlesung ein. Ein Abend zum Mit- und Nachdenken.

Seit sieben Jahren gehört eine Autorenlesung mit den Mitgliedern des Iburger Kreises zum festen Programm des Literaturforums Bad Rothenfelde. In der Buchhandlung Beckwermerth boten die Autoren Einblicke in ihre Welt, teilten mit den Zuhörern Eindrücke, die sie in ihrem Leben sammeln und Einblicke in ihre Gedankenwelt. Teilweise sehr persönlich und nachdenklich, dann wieder poetisch und sprachverliebt, oder auch mal als amüsierter Beobachter der allzu menschlichen Verhaltensweisen. 

Dazu gab es Musik von Joseph Haydn, gespielt von Meinhart Volkamer (Flöte), Gerda Engelbrecht (Cello) und Gerd Westphal (Geige). Letzterer auch Mitglied im Iburger Kreis. Die sechs Autoren wohnen alle in der Region und treffen sich einmal im Monat in der Iburger Wiecking-Stiftung zu einem anregenden Werkstattgespräch. Gemeinsam spricht man über die Texte, an denen man gerade arbeitet und gibt sich gegenseitig Tipps.

"Das ist durchaus mal kritisch, aber immer freundlich und hilfreich", betont Heinz Zeckel, der durch den Leseabend "Unterwegs in Dur und Moll" führte. Allen gemeinsam ist die Leidenschaft, Erlebtes und Gedankengänge niederzuschreiben, teilweise schon seit Kindheitstagen. Dabei sei es sehr anregend, wenn andere auf die eigenen Texte blickten, alles aus einer anderen Perspektive heraus betrachteten. Schließlich liebe man seine eigenen Texte und da könne man auch mal etwas betriebsblind werden, so Zeckel.  

Und so hatten sie gemeinsam einen abwechslungsreichen Abend zusammengestellt, denn alle haben ihre eigenen Geschichten und ihren eigenen Stil. Rosemarie Posern begann mit einem Gespräch mit einem Teenager und dessen ganz eigener Sprache, Ulrike Noltenius bildete dann mit ihren nachdenklichen und amüsanten Gedichten gleich einen spannenden Gegenpol. Heinz Zeckel schwelgte in Reiseerinnerungen mit der Bahn, zu Fuß und mit Auto, während Erika Heyde das Spiel mit Worten liebt und zum Nachdenken anregte.

Gerd Westphal befasste sich in seinem Text "Orpheus" mit Mythos und Gedichten. Die Neue im Iburger Kreis, Rosa Rhoot steuerte mit "Das Flüstern des Windes" eine Kurzgeschichte bei, die die Zuhörer mitnahm in die Gedanken und Erinnerungen einer nicht mehr jungen Frau mit bitter-süßer Lebenserfahrung, aus ihrem Buch "Bitterkeit und Süsse". Das nächste Highlight des Literaturforums Bad Rothenfelde wartet schon, denn im Dezember wird es wieder das Literaturmenü geben.


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