Entstanden aus Ruinen 25 Jahre Förderverein zum Erhalt der Bad Rothenfelder Gradierwerke

Von pm

Ehrung der Gründungsmitglieder durch Angela Damhorst, Vorstandsvorsitzende des Fördervereins zum Erhalt der Bad Rothenfelder Gradierwerke. Foto: FördervereinEhrung der Gründungsmitglieder durch Angela Damhorst, Vorstandsvorsitzende des Fördervereins zum Erhalt der Bad Rothenfelder Gradierwerke. Foto: Förderverein

Bad Rothenfelde. Als am 17. Juli 1989 während der sonnigen Mittagszeit ein Teilstück des Alten Gradierwerks einstürzte, stand die Welt in Bad Rothenfelde für einen Moment still. Fassungslos betrachteten die Menschen die Trümmer mitten im Herzen des Heilbades. Wie soll eine relativ kleine Kommune den Wiederaufbau stemmen? Die Bad Rothenfelder rückten zusammen. 45 Bürger machten Nägel mit Köpfen und gründeten am 16. Dezember 1993 den Förderverein zum Erhalt der Bad Rothenfelder Gradierwerke.

Ein Vierteljahrhundert später  beleuchteten anlässlich der Jubiläumsveranstaltung die Vorstandsvorsitzende des Vereins, Angela Damhorst, Bürgermeister Klaus Rehkämper und der Bundestagsabgeordnete Rainer Spiering die Bedeutung der Gradierwerke aus unterschiedlichen Perspektiven. 

Für die Mitglieder und Sponsoren des Fördervereins ist der Erhalt eines Kulturguts, eines Denkmals und der salinentechnischen Anlagen aus der industriellen Epoche der Gemeinde eine Passion. „Ohne das ehrenamtliche Engagement – ohne diesen „sozialverbindenden Kitt“ - der vielen Helferinnen und Helfer wäre unser Erfolg nicht denkbar“, betont Angela Damhorst in ihrer Festrede. Innerhalb von 25 Jahren wurden 769.000 Euro aus Spenden und Sponsorengelder an die Kurverwaltung überwiesen. 

Für den Bürgermeister und Kurdirektor Klaus Rehkämper sind die Gradierwerke bedeutende Attraktionen. „Nichts bestimmt unser Ortsbild so sehr. Sie haben eine Anziehungskraft wie die Nordsee. Mit ihrer gesamten Fläche von 10.000 Quadratmetern , woran die Sole das ganze Jahr abrieselt, bieten die Gradierwerke eine echte Luftveränderung“, lautet sein Fazit. 

Rainer Spierings Familie lebt seit fünf Generationen in Bad Rothenfelde. Der Bundestagsabgeordnete erinnerte sich, wie er als Kind die Gradierwerke als eine Selbstverständlichkeit wahrgenommen hat. Mit emotionalen Worten gedachte er des ersten Vorsitzenden Erich Patterson sowie seines Vertreters Martin Schomborg, die gemeinsam nicht nur passioniert, sondern auch professionell die Vereinsführung übernommen hatten.

Zu den anwesenden Gästen zählten auch 14 Mitglieder, die seit der ersten Stunde dem Förderverein angehören. Sie wurden mit einer Urkunde geehrt sowie mit handgesiedetem Salz beschenkt: Ulrich Dreyer, Annemarie Geschwinde, Rolf Girard, Hans Georg Hörning, Inge Kronsbein, Gerda Kroos, Rolf Meyer zu Hörste, Norbert Patterson, Reinhard Peters, Erika Scherkamp, Ingrid und Karlhans Simnoch, Rainer Spiering, Volksbank Osnabrück eG, vertreten durch Bernd Wellmeyer.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN