Musikalischer Dank Chor und Pianistin malen in Rothenfelde klangvolle Bilder

Ein musikalisches Lob für die "Schönheit dieser Welt" intonierten der Kirchenchor unter der Leitung von Holger Dolkemeyer und Pianistin Julia Habiger-Prause. Foto: Petra RopersEin musikalisches Lob für die "Schönheit dieser Welt" intonierten der Kirchenchor unter der Leitung von Holger Dolkemeyer und Pianistin Julia Habiger-Prause. Foto: Petra Ropers

Bad Rothenfelde. Die Freude über die „Schönheit dieser Welt“ und die Dankbarkeit des Glaubens fassten der Chor der Jesus-Christus-Kirchengemeinde und Pianistin Julia Habiger-Prause in anrührende Klangbilder. Zahlreiche Musikfreunde genossen das Konzert in der Kirche.

Am Flügel empfahl sich dabei Pianistin Julia Habiger-Prause. Die Musikfreunde begeisterte sie mit empfindsamer Virtuosität in den Solo-Stücken und unaufdringlicher Abstimmung in der Begleitung des Chores. Ihre Werksauswahl machte deutlich: Die titelgebende Schönheit dieser Welt findet ihren Widerhall in der Schönheit der Musik – etwa in den zauberhaft-romantischen Klängen von Felix Mendelssohn-Bartholdys „Lied ohne Worte“.

Heiter und lebendig malte die Pianistin Bilder vom „Eintritt in den Wald“ aus Robert Schumanns „Waldszenen“ vor die inneren Augen der Konzertbesucher. Gefühlvoll erblühte die „Einsame Blume“ aus demselben Zyklus. In berührender Zartheit verklang Schumanns berühmte „Träumerei“. Doch Julia Habiger-Prause kann auch anders. Atemberaubende Läufe von fesselnder, teils diabolischer Intensität, die sich – nur unterbrochen von einem ruhigen Zwischenspiel - zu einem wahren Klangrausch steigern: Clara Schumanns „Scherzo“ riss die Musikfreunde zu begeistertem Applaus hin.

Robert Schumanns musikalische Charakterisierung Frédéric Chopins aus den „Davidsbündler Tänzen“, gefolgt von Etüden aus der Feder Chopins: Die pianistische Werksauswahl sorgte immer wieder für klangvolle Überraschungen. Und sie wechselte mit Chorwerken, die unter der Leitung von Holger Dolkemeyer in klarer, reiner Intonation den Dank über die „Schönheit dieser Welt“ zum Ausdruck brachten.

In weiche Klangfarben tauchte der Chor dabei Gerd Peter Mündens „Gott, mein Gott, ich rufe dich“. Vertrauensvolle Leichtigkeit sprach aus dem bekannten Satz „Von allen Seiten umgibst du mich“ von Torsten Hampel. Im ausdrucksvoll gestalteten Wechsel von Ein- und Mehrstimmigkeit erfüllte das Lob Gottes und seiner Schöpfung in John Rutters „Schau auf die Welt“ die Jesus-Christus-Kirche.

Rutter und sein Schüler Bob Chilcott seien zwei der bedeutendsten englischen Komponisten der vergangenen Jahrzehnte, erklärte Dolkemeyer. Dabei kamen vor allem Rutters Werke – darunter auch das klangschöne Titelstück – in gefälligen Harmonien daher. Eine ausdrucksvolle Stunde lang intonierten Chor und Pianistin die „Schönheit dieser Welt“. Zum Abschluss bezog Holger Dolkemeyer schließlich das Publikum selbst bei einem gemeinsam intonierten Kanon in den musikalischen Dank mit ein.

Für sein Engagement dankte ihm der Kirchenvorstand mit einem tastenverzierten Schirm – damit der Chorleiter auch im nahenden Herbst stets trockenen Fußes zu den Chorproben gelangt.


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