Ab in die Osterferien Am Ende jubelt die 4c: Schlappball-Turnier in Bad Rothenfelde

Im Bann des Turniers: Nicht nur die Mitspieler aus den jeweiligen Mannschaften, auch die anderen Klassen verfolgten genau, was da auf dem Spielfeld vor sich ging. Foto: Alexander HeimIm Bann des Turniers: Nicht nur die Mitspieler aus den jeweiligen Mannschaften, auch die anderen Klassen verfolgten genau, was da auf dem Spielfeld vor sich ging. Foto: Alexander Heim
Alexander Heim

Bad Rothenfelde. Zehn Minuten, sieben Feldspieler, fünf Mannschaften, ein ziemlich schlapper Ball und ein heiß begehrter Pokal: das waren die Zutaten beim zweiten Schlappball-Turnier der Grundschule Bad Rothenfelde. Die dritten und vierten Klassen schenkten sich dabei kurz vor den Osterferien sportlich nichts.

„Schreiben Sie das in der Zeitung: Die 4c ist die beste Klasse“, lässt Dario den Reporter am Spielfeldrand, kurz vor dem Herzschlagfinale, wissen. Bescheiden klingt das nicht. Eher ausgesprochen zuversichtlich. Andererseits: keine der fünf Mannschaften ist hier angetreten, um Zweiter zu werden. „Wir sind die 4b, Leute. Das schaffen wir!“, tönt es derweil, ebenso siegesgewiss, aus der anderen Ecke. Die Körbe werden also am Ende entscheiden.


Fußball? Baskettball? Schlappball!

Schlappball heißt das Spiel, das seit dem frühen Vormittag fünf Klassen gefangen nimmt. In Vorrundenspielen gilt es, sich für das letzte, entscheidende Match zu qualifizieren. „Wir haben heute Morgen um 8.30 Uhr begonnen“, erläutert Schulleiterin Astrid Bojko. Jeweils zehn Minuten haben die Mädchen und Jungen Zeit, Körbe zu werfen. „So lange der Ball am Boden ist, muss mit dem Fuß gespielt werden“, erläutert Sportlehrerin und Turnierorganisatorin Maike Teepker die Regeln. „Wenn der Ball hochgelupft wird, darf man ihn auch mit der Hand spielen.“ Im Übrigen gelten die Basketballregeln. Bis kurz nach 11 Uhr, wenn die Entscheidung gefallen sein wird.

„Einige Kinder haben sogar Plakate gebastelt“, weißt Astrid Bojko auf die Mädchen, die nicht nur Schilder hochhalten, um das Team anzufeuern. Sie haben sich auch mit Pompons ausgerüstet, um als echte Cheerleader für Stimmung zu sorgen. Und die ist wahrlich gut in der Turnhalle im Heristo Sportpark.


Motivation und Einsatzbereitschaft

Ob es die Vorerfahrung der Viertklässler aus dem Vorjahr ist? Zumindest in den ersten Spielen kassieren die Drittkläsler ganz schöne „Packungen“. An ihrer Motivation und Einsatzbereitschaft in den nachfolgenden Partien ändert das hingegen nichts. Und doch muss sich die 3b zum Schluss der 4a geschlagen geben. Dabei muss Kamil auch noch kurz vor Ende der Begegnung ein unglückliches Foul hinnehmen. Kurze Auszeit. Wieder aufrappeln. Zurück ins Spiel. Vergebens. „Finale! Finale!“, jubelt Linus da auf der anderen Bank, bei den in Gelb Gekleideten der 4b, singend.

So sind am Ende alle Augen auf zwei Teams gerichtet. „4b vor - noch ein Korb“, tönt es im Chor von der Empore. Bei der einzigen Partie des Tages, in der es auch eine Halbzeit gibt. Und kurz bevor die eingeläutet wird, wirft die 4c einen Korb. Das Team in Weiß – führt.

So sehen Sieger aus: Am Ende hatte die Klasse 4c die Nase vorn - und holte sich den Pokal. Foto: Alexander Heim


 „Ihr habt alle super gespielt“

Die Mädchen und Jungen der Klasse von Lehrerin Marianne Recker – sie lassen sich den Sieg auch nicht mehr nehmen. 2:1 lautet am Ende das Ergebnis, mit dem die Weißen alles klar gemacht haben. Gespielt haben sie zusammen. Gejubelt wird getrennt. „Ihr habt alle super gespielt“, bestätigt Astrid Bojoko bei der großen, abschließenden Siegerehrung, bevor es in die letzte, die AG-Stunde geht. „Der Spaß stand bei allen im Vordergrund“, hat sie beobachtet. Trotz kleinerer Blessuren hier und da. „Das war heute sehr entspannt und sehr fair“, bringt es auch Maike Teepker auf den Punkt. Drei dritte Plätze hat die Schulleiterin schließlich zu vergeben. Medaillen gibt es ohnehin für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Klassensprecher der 4b nehmen strahlend den kleinen Pokal des Zweitplatzierten entgegen. Und die 4c - hält triumphierend den ganz großen Pott hoch.

Und wie war das noch mal? „Die 4c ist die beste Klasse! Schreiben Sie das!“ - Kein Problem, machen wir doch gerne. Und: Glückwunsch zum 2:1-Erfolg!


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