Vorstand bestätigt Bad Rothenfelde: Freunde des Rosengartens verabschieden "Chefgärtner"

Der Vorstand des Vereins "Freunde des Rosengartens" verabschiedet sein Gründungsmitglied Heinrich Geise (4. von rechts) aus dem Beirat: : Ulrich Lipskoch, Jürgen Maassen, Marianne Meyer zu Hörste, Michael Wernemann und Klaus Rehkämper (von links). Foto: Monika VollmerDer Vorstand des Vereins "Freunde des Rosengartens" verabschiedet sein Gründungsmitglied Heinrich Geise (4. von rechts) aus dem Beirat: : Ulrich Lipskoch, Jürgen Maassen, Marianne Meyer zu Hörste, Michael Wernemann und Klaus Rehkämper (von links). Foto: Monika Vollmer

Bad Rothenfelde. Heinrich Geise ist auf der Mitgliederversammlung des Vereins „Freunde des Rosengartens“ ehrenvoll aus dem Vorstand verabschiedet worden. Seit 2001 trug er als ehrenamtlicher Chefgärtner dazu bei, dass der Rudi- Wernemann- Rosengarten neben dem Gradierwerk zu den beliebtesten Attraktionen in Bad Rothenfelde wurde.

Mit viel Herzblut und Sachverstand sorgte der heute 82-jährige dafür, dass die 6500 Rosenexemplare von der ersten Blüte im Mai bis zu den ersten Frösten unermüdlich blühen: in verschiedenen Größen, von Gelb und Weiß über Rosa und Orange bis hin zum dunkelsten Rot, mit halb oder ganz gefüllten Blüten. Egal ob Hochstämmchen oder Beetrose, zusammen mit Helfern schützte Geise die 210 Sorten vor Frost, bewässerte, düngte, beschnitt und hütete die wahrscheinlich älteste Pflanze, die der Mensch allein ihrer Schönheit wegen in Kultur genommen hat, vor Schädlingen und Krankheiten. 

„Rosen wollen ständig umsorgt sein, nur dann entfalten sie ihre wahre Schönheit und erfreuen mit wundervollen Farben und herrlichem Duft“, sagte Chefgärtner Geise. Sein Wissen gab er in den zurückliegenden Jahren immer gerne an die 30 ehrenamtlich arbeitenden Kollegen weiter. Jetzt, nach 18 Jahren und einem Fahrradunfall, nach dem er nicht wieder so richtig auf die Beine gekommen ist, gab Geise seinen Abschied vom Vereinsvorstand bekannt. 

Geise verspricht, das zwei Hektar große Areal regelmäßig zu besuchen um nach "seinen" Rosen zu schauen. Insbesondere die Edelrose "Inspiration" habe es ihm angetan und sei seine persönliche Königin der Blumen. Foto: Monika Vollmer


Mann der ersten Stunde

„Als Mann der ersten Stunde, Gründungsmitglied und Beisitzer des Vereines managte er rund um die Uhr alles, was für Rosen erforderlich ist. Man hatte stets den Eindruck, das ist sein Rosengarten, seine Lebensaufgabe. Und er tat das für Bad Rothenfelde und für die Bürger und Gäste“, hielt der 1. Vorsitzende Michael Wernemann eine Laudatio auf Geise und schlug vor, das Rosarium umzubenennen in „Rudi-Wernemann- Heinrich-Geise-Rosengarten“. Die 60 Besucher der Mitgliederversammlung standen auf und spendeten Beifall.

Mit Geschenken aus dem Beirat verabschiedet. Foto: Monika Vollmer

2014 war Geise zum „Bürger des Jahres“ gewählt und vom Rat mit der Ehrenmedaille der Gemeinde ausgezeichnet worden, Geise erhielt er einen „Beratervertrag“ auf ewig. Mit Tränen in den Augen nahm der Chefgärtner die Geschenke entgegen: einen Rosenstrauß und ein dickes Fotobuch mit vielen Bildern und Kommentaren zur Erinnerung.  

Der Vorstand des Vereines wurde nach der Ehrung in seiner Gesamtheit bestätigt, für den ausscheidenden Geise kamen Hartmut Engel und Harald Hauser neu in den Beirat.

„Von diesem Verein kann man nur lernen“, lobte Klaus Rehkämper, Bürgermeister und 2. Vorsitzender, den unermüdlichen Einsatz der rosenbegeisterten Gruppe. „Ihr leistet Arbeit von 100.000 Euro im Jahr“. Seit Anfang März treffen sich die Ehrenamtlichen wieder jeden Dienstag ab acht Uhr, um die Beete ab Mai in ein blühendes Paradies mit berauschenden Farben und Düften zu verwandeln.


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