Autorenlesung in Bad Rothenfelde Heinz Zeckel und Elli Nohr laden zu Ostwestlichen Begegnungen

Die beiden Autoren Elli Nohr und Heinz Zeckel laden zu ostwestlichen Begegnungen. Foto: Sina-Christin WilkDie beiden Autoren Elli Nohr und Heinz Zeckel laden zu ostwestlichen Begegnungen. Foto: Sina-Christin Wilk

Bad Rothenfelde. Unter dem Titel „Ostwestliche Begegnungen – Reiseimpressionen und Geschichten“ luden die beiden Autoren Heinz Zeckel und Elli Nohrzusammen mit dem Bad Rothenfelder Literaturforum zur Lesung in die Buchhandlung Beckwermert ein.

Gemeinsame Leidenschaften sind es, die Elli Nohr und Heinz Zeckel verbindet. Zum einen die Literatur – beide Autoren kennen sich über den Freien Deutsche Autorenverband. Zum anderen das Reisen. Trotz ihrer Reiselust hat es Zeckel und Nohr letztlich nach Niedersachsen verschlagen. „Gelandet und gestrandet“, so Nohr mit einem Augenzwinkern. Nohr lebt in Ganderkesee, Zeckel in Bad Iburg. Beide Autoren wissen diese Gemeinsamkeiten zu verbinden, weshalb die Idee zu gemeinsamen Lesungen entstand. Das Ziel ihrer Reisen: Land und Leute kennenlernen. Genau hier sind auch ihre Geschichten angesiedelt. Immer auf der Spurensuche, immer die Begegnung mit den Menschen im Mittelpunkt.

Von West nach Ost

So begleiten die Zuhörer Nohr nach Irland, wo der „Whisky in the Jar“ nicht nur besungen wird, sondern auch reichlich fließt. In Kroatien treffen wir auf Vlado, der in seiner Taverne nicht nur Köstlichkeiten verkauft, sondern vor allem „Speisen und Träume serviert“. Jahre später fragt sich Nohr, was aus diesem „leibhaftigen Helden“ wohl geworden ist. Ob er die Kriege, die sein Land auseinanderrissen, überlebt hat? Schicksal ist ein zentrales Motiv in den Büchern Nohrs. Ebenso die Sehnsucht. So dürfen die Gäste an diesem Abend weiterhin einem persönlichen Zwiegespräch der Autorin mit Sindbad beiwohnen. Nohr sei „schon immer fasziniert von den Märchen aus 1001 Nacht gewesen“. Ein Dilemma zwischen Sicherheit und Abenteuergeist offenbart sich. Dennoch sei die Sehnsucht da, es dem großen Seefahrer gleich zu tun. An Sindbad gerichtet sagt die Ich-Erzählerin: „Ich bin neugierig auf das Ziel, das du mir weisen willst, und bin zu stürmischer Fahrt bereit.“

Von Ost nach West

Wo Nohrs literarische Reise im Orient endet, knüpft Zeckel seine an. Im Gepäck: Eine autobiographische Erzählung. Verortet ist sie in Saudi-Arabien, wo Zeckel mehrere Jahre lebte. Zeckels Freund Nassim ist Namensgeber der Geschichte und Hauptprotagonist. Nassim ist ein indischer Moslem, zutiefst spirituell und studierter Fachmann für Self-Management. Zudem verfügt er über besondere Gaben. Hellseherische Träume und Heilkräfte spricht er sich selbst zu. „Der Zugang zur inneren Quelle ist stärker und zuverlässiger als jedes angelernte Wissen“, so Nassim. Zeckel und Nassim führen tiefsinnige Gespräche über Meditation, Glaube und Weisheit. Schließlich melden sich beide für einem Workshop zum Thema „holotropes Atmen“ von Stanislav Grof im Esalen-Institut in Kalifornien an, um eine tiefere Bewusstseinsebene zu erreichen. Atmosphärisch dicht, lässt Zeckel die Zuhörer Teil dieser gemeinsamen Suche nach Spiritualität werden.


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