Ferienbetreuung soll teurer werden Sozialausschuss Bad Rothenfelde votiert für 25 Prozent mehr Eigenanteil

Thema im Schulausschuss: Der Schulhof der Grundschule Bad Rothenfelde. Archivfoto: Achim KöppThema im Schulausschuss: Der Schulhof der Grundschule Bad Rothenfelde. Archivfoto: Achim Köpp

Bad Rothenfelde. Die jüngsten und die ältesten Bewohner der Gemeinde – sie standen im Fokus der Mitglieder des Schul-, Jugend- und Sozialausschusses der Gemeinde Bad Rothenfelde. Und vor allem die Generation 65 plus darf sich in Kürze über Post freuen. Für die jüngeren gibt es hingegen wohl eher eine Rechnung.

„Wir haben einen Fragebogen erstellt, der in der finalen Abstimmung ist“, erläuterte Verwaltungsmitarbeiterin Sandra Warnecke den aktuellen Stand der geplanten Umfrage, der die Lebenswirklichkeit von Senioren erfassen helfen soll. Wo rüstige Rentner besonders gerne ihre Freizeit verbringen soll dabei ebenso in Erfahrung gebracht werden, wie die Anzahl derer, die sich nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben womöglich gerne in irgendeiner Form engagieren möchten. Per Post soll die Erhebung an alle Bürger ab dem 65. Lebensjahr gehen. 

Kreuzfahrt-Publikum

Seniorenbeauftragte Imke Panajotow-Pilz unterstrich dabei: „Es bleibt alles anonym. Der Fragebogen wird allgemein ausgewertet werden.“ Eine Zielgruppe haben die Mitglieder des Schul-, Jugend- und Sozialausschusses dabei dennoch besonders im Blick: „Wir brauchen die Generation, die jetzt auf Kreuzfahrtschiffen ist, damit sie sich einbringt in die Gemeinde“, erklärte Panajotow-Pilz. Die Politik brauche eine Fülle an Ehrenamt, sonst seien die vielfältigen Aufgaben nicht zu leisten. „Die 60- bis 75-Jährigen können einen Teil ihrer Erfahrungen einbringen.“

Wichtig sei es nun, ausreichend Reklame für die Umfrage zu machen, damit es Rückläufer in genügend hoher Anzahl geben wird. Ende März soll der Fragebogen verteilt werden.

Betreuung teurer

Ein weiteres Thema, das den Ausschuss beschäftigte, war die Ferienbetreuung an der Grundschule. Seit 2017 obliegt diese Aufgabe der Gemeinde Bad Rothenfelde, zahlt diese jährlich einen Zuschuss in Höhe von 4400 Euro. Um diese Aufwendungen ein wenig zu minimieren, wurde nun der Vorschlag eingebracht, die Eigenleistung der Familien von bisher 30 auf 37,50 Euro (5 Stunden Betreuung) bzw.von 36 auf 45 Euro (sechs Stunden Betreuung) anzuheben. Damit verteuert sich die Ferienbetreuung pro Woche um bis zu 25 Prozent, entlastet die Gemeinde: um rund 900 auf 3500 Euro.

„3500 Euro sind noch eine Menge Geld. Überall anders wird es auch teurer“, sprach sich Günter Striedelmeyer (FDP/Striedelmeyer/Dreyer-Gruppe) klar dafür aus. „Wir müssen in allen Bereichen schauen, dass wir kostendeckend arbeiten“, machte Bürgermeister Klaus Rehkämper deutlich, dass dies ein Schritt in die richtige Richtung sei. Onat Temme (SPD) erkundigte sich, was die Eltern zu der Erhöhung sagen. „Die wurden noch nicht explizit gefragt“, räumte Sandra Warnecke ein.

"Vermittelbar"

Bürgermeister Klaus Rehkämper war sich sicher: „Das ist weiterhin vermittelbar. Das sind moderate Preise für eine gute Dienstleistung.“ Einstimmig passierte der Beschluss-Vorschlag das Gremium und geht somit an den Rat weiter.

Auch die Nutzung des Schulhofes an der Grundschule beschäftigte die Ausschuss-Mitglieder. Denn gerne würden sich Jugendliche hier nach Schulschluss aufhalten, vor allem in den Sommermonaten. Den Wunsch, sie besser im Blick zu haben, gab es bereits in früheren Sitzungen, Leuchten und Bewegungsmelder sollten dazu angebracht werden. Onat Temme (SPD) erkundigte sich nach dem Sachstand. Fachdienstleiter Karl-Wilhelm Twelkemeyer sicherte zu: „Wir sind dran.“


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