"Juwelen" der Gemeinschaft 47. Bad Rothenfelder Mahlzeit als Anerkennung fürs Ehrenamt

Dank und Anerkennung sprach Bürgermeister Klaus Rehkämper stellvertretend für viele andere den Geehrten Hartmut Klocke, Sabine Vinke, Reinhard Peters und Ulrich Lipskoch aus (von links). Foto: Petra RopersDank und Anerkennung sprach Bürgermeister Klaus Rehkämper stellvertretend für viele andere den Geehrten Hartmut Klocke, Sabine Vinke, Reinhard Peters und Ulrich Lipskoch aus (von links). Foto: Petra Ropers

Bad Rothenfelde. Viele Menschen bringen sich in Bad Rothenfelde ehrenamtlich für andere ein. Diese in geselliger Runde zu ehren, ist im Heilbad eine gute und seit langem gepflegte Tradition: Am Freitag feierte die Bad Rothenfelder Mahlzeit ihre 47. Auflage.

„Das Beste, was einem Gemeinwesen passieren kann, sind aktive Bürger, die sich für ihren Heimatort einsetzen“, betonte Rehkämper. „Solche Bürger sind wie ein Juwel jeder Gemeinschaft“. Zu diesen Bürgern gehört Reinhard Peters. Als Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereins zum Erhalt der Bad Rothenfelder Gradierwerke widmet er sich mit Leidenschaft den technischen Herausforderungen rund um die Wahrzeichen des Heilbades. Die Wiederentdeckung der „Neuen Quelle“ im Wittekindpark und die Öffnung der unterirdischen Solequelle für Besucher sind Erfolgsgeschichten, an denen Reinhard Peters entscheidend mitgeschrieben hat.

Für seine ehrenamtliche Arbeit, die nicht nur dem Verein, sondern ganz Bad Rothenfelde zugutekommt, dankte ihm Rehkämper mit einer Urkunde und der traditionellen Vase aus Künstlerhand. Für sein Engagement im Bereich Kultur wurde Ulrich Lipskoch ausgezeichnet. Seit 2006 gehört er dem Verein „Freunde des Rosengartens“ an. Für das blühende Kleinod im Kurpark nimmt er nicht nur regelmäßig das Arbeitsgerät in die Hand. Auch als Vorstandsmitglied setzt sich Ulrich Lipskoch im Verein ein.

Uneigennütziger Einsatz für andere

Gleich zwei Bad Rothenfelder nahmen für ihren Einsatz im Bereich Sport Dank und Anerkennung entgegen: Hartmut Klocke ist seit 1974 Mitglied im SV Bad Rothenfelde. Von Beginn an war ihm die Förderung der Jugendarbeit wichtig. Er war Betreuer und Trainer verschiedener Jugendmannschaften, Jugendobmann, Schiedsrichter und stellvertretender Vereinsvorsitzender. Seit 30 Jahren gehört Hartmut Klocke zudem dem Vorstand des Fußballkreises Osnabrück-Land an, er ist Vorsitzende des Jugend- und Schulfußballs im Landkreis Osnabrück. Auch auf Kreisebene war und ist die Jugendarbeit stets sein besonderes Anliegen.

Sie sei die „gute Seele“ des TuS Bad Rothenfelde, lobte Bürgermeister Rehkämper: Sabine Vinke ist seit 1989 im Verein aktiv. Sie wirkte seit 1999 als Sozialwartin, übernahm zwei Jahre später das Amt der Sportwartin und ist in dieser Funktion bis heute aktiv. Dabei kümmert sie sich nicht nur um die Organisation des Sportbetriebes von der Aufteilung der Hallenzeiten bis zum Einsatz der Übungsleiter. Immer wieder ruft sie auch neue Angebote ins Leben, um die Attraktivität des TuS noch weiter zu steigern. Und auch für die Organisation des Sportabzeichens im Sommer opfert sie gerne ehrenamtlich ihre Zeit und Kraft.

"Engagement unersetzlich"

Wie die Geehrten setzen sich in Bad Rothenfelde viele Bürger uneigennützig für andere ein. Ihnen allen galt für ihren Einsatz und für ihre Verantwortungsbereitschaft gleichermaßen die Anerkennung des Bürgermeisters. Seinem Dank schloss sich auch Landrat Dr. Michael Lübbersmann an: „Ehrenamtliches Engagement ist für eine Gemeinde und für die Gesellschaft wertvoll und unersetzlich.“ Mit seinem Facettenreichtum trage es dazu bei, die Vielfältigkeit einer Region zu erhalten und zu fördern.

Als ein Dankeschön versteht sich deshalb auch die Bad Rothenfelder Mahlzeit selbst, die von Sänger und Entertainer Thorsten Kremer moderiert wurde. Für die Gäste hielt sie – neben der namensgebenden Mahlzeit – auch ein buntes und attraktives Showprogramm bereit. Kraftvolle Dynamik brachten dabei die Hot Steppers des TuS Bad Rothenfelde auf die Bühne. Auf der Airtrack-Matte bewiesen die Turner ihr Können. Als Top-Act des Abend fesselte Marco Weissenberg mit im Wortsinne zauberhaften Illusionen. Wie kommt der Ring in die fest verschweißte Gummibärchentüte? Daran rätselten die Besucher noch lange nach dem Ende der 47. Bad Rothenfelder Mahlzeit.  

Wird es eine 48. Auflage der Bad Rothenfelder Mahlzeit geben?

Wird es eine 48. Auflage geben? „Gewollt ist das schon“, sagte Bürgermeister Klaus Rehkämper am Rande der Veranstaltung. „Die Bad Rothenfelder Mahlzeit ist eine öffentliche Anerkennung für das Ehrenamt.“ Und die soll es auch weiterhin geben. Das Kurhaus stehe nach bisherigem Ermessen für eine derartige Veranstaltung im nächsten Jahr aber wohl nicht mehr zur Verfügung.


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