Starkes Team für wandernde Kröten Grundschüler aus Bad Rothenfelde bauen Amphibienzaun an der Klostermühle

Gute Teamarbeit zum Wohl der Amphibien am Angelteich Klostermühle leisteten jetzt erneut die Schüler der Grundschule Bad Rothenfelde und die Vertreter des Naturschutzverbandes BUND mit dem Bau ihres Krötenfangzaunes.Gute Teamarbeit zum Wohl der Amphibien am Angelteich Klostermühle leisteten jetzt erneut die Schüler der Grundschule Bad Rothenfelde und die Vertreter des Naturschutzverbandes BUND mit dem Bau ihres Krötenfangzaunes.

Bad Rothenfelde. Mit vereinten Kräften haben jetzt erneut Grundschüler aus Bad Rotenfelde und BUND-Vertreter einen Amphibienschutzzaun an der Klostermühle gebaut.

Mit Gummistiefeln, Warnwesten, Handschuhen und Spaten ausgerüstet, machten sich jetzt gut 40 Schüler der vierten Klassen der Grundschule Bad Rotenfelde zusammen mit Mama, Papa und Geschwistern auf den Weg, um dafür zu sorgen, dass Kröten und Frösche auch in diesem Jahr unbeschadet die Straße "Am Forsthaus" überqueren können und nicht überfahren werden. 

Starkes Team

"Wir sind seit über 25 Jahren ein starkes Team" betonte Markus Klinger vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der sich zusammen mit seinen Vereinskollegen für den Schutz der Natur und Umwelt auch in seiner Heimatgemeinde Bad Rotenfelde einsetzt. Er begrüßte die zahlreichen Helfer und freute sich über die große Unterstützung. Derzeit würden noch rund 400 Kröten und Frösche in dem Gelände unterwegs sein, so der Naturschützer. Als sie vor über zwei Jahrzehnten angefangen seien, die Amphibien auf ihrem Weg zu den Angelteichen an der Klostermühle zu schützen, seien es sogar noch 600 Tiere gewesen. Darin zeige sich der Nutzen der gemeinsamen Arbeit. Wenn sie sich nicht zusammen schon vor 25 Jahren um die Tiere gekümmert hätten, hätte es auch gut sein können, dass heute gar keine Exemplare mehr da wären. Markus Klinger: "Das bringt echt etwas". 

Mit einigen technischen Anweisungen begann die Aktion: Loses Material am Boden entfernen, größere Unebenheiten begradigen. Oft konnten die jungen Helfer die Eimer auch wieder in die Löcher des Vorjahres einbauen. Dann alles in einer Linie ebenerdig angelegt, noch einen Stock in den Eimer gelehnt, damit sich andere Tiere wie Mäuse und Käfer wieder aus der Falle befreien können, kurz das Zauntuch nachgespannt und fertig sei der in diesem Fall rund 150 Meter lange Amphibienschutzzaun, so Markus Klinger. Zu den Arten die nachts wandern würden hier insbesondere die Erdkröte, der Grasfrosch, der Teichmolch und der Bergmolche gehören.  

Thema im Sachunterricht

Darüber, das Projekt zu unterstützen, gibt es in der Schule seit Jahren gar keine Diskussionen mehr, betonte Lehrerin Simone Lumme von der Grundschule Bad Rothenfelde. Die Natur und die Kooperation mit dem BUND liege Schülern wie Kollegium am Herzen, so die Pädagogin. Das Thema werde auch immer wieder in den Sachunterricht eingebaut. Hierzu komme Markus Klinger vorher auch in den Unterricht und stelle die Tiere und das Projekt vor. 

Die Auffangeimer werden ab sofort regelmäßig kontrolliert, erklärte Markus Klinger. Wenn es demnächst eine starke Wanderungsnacht gebe, werde er sich auch morgens wieder mit der Grundschule vor Ort treffen, damit die Schüler auch sehen können, wie vielen Tieren durch die Aktion geholfen wird, so der BUND-Vertreter. So eine Erdkröte in der Hand zu halten, sei für die Kinder immer ein besonderes Erlebnis. 


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