Handpuppen der Gebrüder Lieberum Bad Rothenfelde: Kasperle-Theater um Diebstahl einer Torte

In reizvoller Winterlandschaft suchen der Kaspar, Freund Seppel und die Großmutter nach der Geburtstagstorte - zum Vergnügen der kleinen und großen Zuschauer im Haus des Gastes. Foto: Horst TroizaIn reizvoller Winterlandschaft suchen der Kaspar, Freund Seppel und die Großmutter nach der Geburtstagstorte - zum Vergnügen der kleinen und großen Zuschauer im Haus des Gastes. Foto: Horst Troiza

Bad Rothenfelde . An das jüngste Publikum wandte sich im Haus des Gastes das Kasperle-Theater „Wi Wa Winterfee“ der Gebrüder Lieberum aus Melle. Darin müssen sich Kaspar und seine Freunde auf die Suche nach der Geburtstagstorte machen, die von der Fee stibitzt wurde.

Böse, böse Winterfee! Alle im Dorf wollen den Geburtstag von Polizist Klaus feiern, für den die Großmutter extra eine Torte gemacht hat. Doch mit einem Mal ist die zuckersüße Kalorienbombe weg. „Ja, wo ist sie denn hin? Eben war sie noch hier“, fragen sich alle verblüfft. Das Rätselraten der Geburtstagsgäste beantworten die kleinen Zuschauer im Haus des Gastes lauthals. „Die Winterfee hat sie“, rufen sie aufgeregt den Handspielpuppen zu. „Habt ihr das gesehen?“, fragt Kaspar und laut schallt ihm ein „Jaaa!“ von den Sitzreihen entgegen. Daraufhin machen sich Kaspar und Seppel daran, die Torte dem rechtmäßigen Besitzer zurückzubringen.

Sicher, der Plot eines Kasperle-Theaterspiels ist so durchsichtig wie eine Schaufensterscheibe. Aber Spaß macht´s allen, kleinen und großen Zuschauern. Das Handpuppentheater der Gebrüder Lieberum ist da keine Ausnahme. Michael Lieberum, von dem das Drehbuch für „Wi Wa Winterfee“ stammt, und seine Partnerin Sandra Frank zogen das Publikum mit ihren ausdrucksstarken Puppen und dem malerischen Bühnenbild in ihren Bann. Besonders gefallen konnte die Sprache der hölzernen Bühnenakteure, die auf die Kinder zugeschnitten war. So etwa, wenn zwei aus der Räuberbande miteinander stritten und sich „ausgemachter Schurke“ und „eingemachte Gurke“ nannten. Der Spaß war groß und begeisterte alle im Haus des Gastes. Und am Ende jubelten alle, als die Torte wieder dorthin zurückkam, wo sie auch hingehörte: auf die Geburtstagstafel des Polizisten.

Michael und Christian Lieberum entstammen einer Zirkusfamilie, beziehen seit einigen Jahren ihr Winterquartier in Melle. Michael ist der Macher des Kasperle-Theaters. „Die Handpuppen sind ein zweites Standbein neben dem eigentlichen Zirkus, in dem wir mit Clowns, Artisten und Tieren auftreten“, erklärt er. Noch befinden sich diese in der Winterpause, so dass er und seine Partnerin Sandra Frank jetzt Zeit für Auftritte mit den Handpuppen haben. Besonders Kindertagesstätten engagieren die erfahrenen Puppenspieler gern.


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