Blühende Tropfen auf Kreisel Mittelinsel L94/Bahnhofstraße in Bad Rothenfelde bald aufgehübscht

Winterliche Tristesse am Kreisel an der L94/Bahnhofstraße in Bad Rothenfelde. Die Mittelinsel soll  demnächst  umgestaltet werden. Foto: Achim KöppWinterliche Tristesse am Kreisel an der L94/Bahnhofstraße in Bad Rothenfelde. Die Mittelinsel soll demnächst umgestaltet werden. Foto: Achim Köpp

Bad Rothenfelde. Mit ansprechend gestalteter Bepflanzung anstelle von Wildwuchs soll der Kreisel L94/Bahnhofstraße in Zukunft die Autofahrer am Eingang von Bad Rothenfelde begrüßen.

Das zentrale Kunstwerk aus Gradierwerkstein auf der Mittelinsel des großen Kreisverkehrs L94/Bahnhofstraße verschwindet im wuchernden Grün. Ein gestalterisches Konzept ist längst nicht mehr erkennbar. Doch das soll sich schon bald ändern: Einer Umgestaltung der Mittelinsel durch den Bad Rothenfelder Garten- und Landschaftsbau Meyer zu Hörste stimmte jetzt der Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss zu.

Das Unternehmen übernimmt in Abstimmung mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sowie der Gemeinde die Patenschaft für die Mittelinsel. Damit obliegt ihr nach der Umgestaltung auch die weitere Pflege. Im Gegenzug darf je Einfahrtsarm ein Schild in der Größe DIN A 3 aufgestellt werden. Das neue Gestaltungskonzept und den Zeitplan zu seiner Umsetzung stellte Geschäftsführer Lars Meyer zu Hörste den Mitgliedern des Ausschusses vor.

Eichen bleiben erhalten

Vorgesehen ist, aus Gründen des Brutschutzes noch in diesem Monat die Abräumarbeiten vorzunehmen. Danach muss der noch im Boden verwurzelte Wildwuchs erst wieder austreiben, um endgültig beseitigt zu werden. Die eigentliche Gestaltung erfolgt dann in der zweiten Jahreshälfte. Dabei sollen die drei Eichen erhalten bleiben ebenso wie voraussichtlich das Kunstwerk im Zentrum.

Mit leichter Geländemodellierung laufen dem Konzept nach tropfenförmige Beete mit jeweils anderer Bepflanzung aus Gräsern, Stauden und Gehölzen auf jeden Einfahrtsarm zu. Für die Verwirklichung der Patenschaft schließt die Gemeinde einen Nutzungsvertrag mit der Landesbehörde sowie eine schriftliche Vereinbarung mit der Firma Meyer zu Hörste ab.

Kein Lärmaktionsplan nötig

Die L94 selbst sowie die A33 nahm unterdessen das Büro RP Schalltechnik in den Blick. Gemäß der Umgebungslärmrichtlinie der EU sind Lärmkarten und gegebenenfalls Lärmaktionspläne zu erstellen und alle fünf Jahre zu überprüfen. Betrachtet werden dabei nach der Umsetzung in deutschem Recht ausschließlich Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen mit mehr als drei Millionen Fahrzeugen pro Jahr sowie Bahnstrecken mit mehr als 30.000 Zügen pro Jahr.

Für Bad Rothenfelde sind nach diesen Kriterien die A33 sowie die L94 zu überprüfen. Wie Diplom-Geograf Ralf Pröpper vom beauftragten Büro RP Schalltechnik berichtete, liegen nach der Betroffenheitsanalyse an beiden Strecken die gemessenen Schallemissionen jedoch deutlich unterhalb jener Werte, die einen Aktionsplan erforderlich machen. Sein Fazit: „Eine Ausarbeitung von Maßnahmen zur Verbesserung der Lärmsituation in Bad Rothenfelde ist nicht erforderlich.“


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