Wegen kostspieliger Kanalsanierung Regenwassergebühren in Bad Rothenfelde 2019 teurer

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Kehrmaschine in Rothenfelde: Die Straßenreinigungsgebühren im Ort sollen gesenkt werden. Archivfoto: Stefanie AdomeitKehrmaschine in Rothenfelde: Die Straßenreinigungsgebühren im Ort sollen gesenkt werden. Archivfoto: Stefanie Adomeit

Bad Rothenfelde. Die Entsorgung von Niederschlagswasser in Bad Rothenfelde wird teurer. Grund sind anstehende Kanalsanierungen.

Die Preise für die Beseitigung von Schmutzwasser sowie für den Bezug von Trinkwasser bleiben im kommenden Jahr unverändert. Im Bereich Niederschlagswasser müssen die Bürger allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen. Den entsprechenden Gebührenkalkulationen stimmte der Finanz- und Betriebsausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch zu.

Ein Plus von rund 56.000 Euro gegenüber dem Vorjahr verzeichnete der Jahresabschluss im Bereich Schmutzwasser für 2017. Eine größere Menge gebührenfähigen Abwassers bei gleichzeitig höheren Gebührensätzen sorgte dafür, dass sich die Umsatzerlöse deutlich um fast 180.000 Euro verbesserten. Zwar stiegen auch die Entsorgungskosten sowie die Kosten für Kanalisation und Kläranlage. Im Ergebnis bleibt jedoch ein Plus von 193.218 Euro.

Minus im Bereich Niederschlagswasser

Nach Abzug der Eigenkapitalzinsen und einer Zuführung zur Erneuerungsrücklage in Höhe von 64.522 Euro verbleibt ein Jahresgewinn von 102.239 Euro. Anders sieht die Situation im Bereich Niederschlagswasser aus. Zwar sind auch hier in 2017 die Umsatzerlöse leicht gestiegen. Die nötige Kanalsanierung schlug jedoch deutlich zu Buche: Für 2017 weist der Jahresabschluss im Bereich Niederschlagswasser deshalb nach Abzug von Eigenkapitalzinsen und einer Zuführung zur Erneuerungsrücklage in Höhe von 43.407 Euro als Jahresergebnis ein Minus von 42.230 Euro aus.

Und die vor über vier Jahren klassifizierten Schäden an den Kanälen sind noch längst nicht vollständig abgebaut. Im Jahre 2019 stehen deshalb 135.000 Euro für die Kanalisation im Wirtschaftsplan der Niederschlagswasserbeseitigung. Auch im noch laufenden Wirtschaftsjahr flossen erhebliche Mittel in die Kanalsanierung. Doch die Gebührenausgleichsrücklage ermöglichte es, den Preis für die Bürger für das aktuelle Jahr stabil zu halten. Nachdem die Rücklage nun aufgebraucht ist, ist für das kommende Jahr eine Gebührenerhöhung unvermeidlich.

Gestaffelten Aufschlag andenken

Für die Niederschlagswasserbeseitigung fallen künftig pro Jahr 22 Euro (bislang: 16,50 Euro) je Berechnungseinheit von 50 Quadratmetern an. Für die Abwasserbeseitigung sind in 2019 unverändert 2,19 Euro je Kubikmeter zu zahlen. Auf das Beispiel der Stadt Georgsmarienhütte verwies in diesem Zusammenhang Michael Beetz (Bündnis 90/Grüne). Dort sei ein gestaffelter Aufschlag bei starker Verschmutzung des Abwassers zu zahlen. „Das könnten wir einmal andenken, ohne große Ressourcen zu binden“, beurteilte der Vorsitzende Alexander Kuchenbecker die Anregung.

Höherer Absatz bei höheren Gebühren: Was für das Abwasser galt, traf in 2017 auch auf das Frischwasser zu. Im Jahresabschluss führte dies zu einer Ergebnissteigerung gegenüber dem Vorjahr um knapp 51.000 Euro. Da auch hier die Ausgleichsrücklage aufgebraucht ist, bleibt der Wasserpreis im kommenden Jahr dennoch unverändert bei 1,50 Euro netto (brutto: 1,61 Euro) je Kubikmeter.

Über eine spürbare Entlastung dürfen sich die Bürger dagegen bei der Straßenreinigung freuen: Für Anliegergrundstücke sind in 2019 nur noch 1,44 Euro je Meter Straßenfront zu zahlen. Zuvor waren es 2,04 Euro. Hinterlieger zahlen 1,20 Euro je laufendem Meter Frontlänge anstelle von zuvor 1,80 Euro.


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