Schranke öffnet für Testphase Ab Jahresbeginn ändert sich Parksituation in Bad Rothenfelde

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Bauarbeiten an der Zufahrt zum Parkplatz Therme/Freibad in Bad Rothenfelde. Foto: Achim KöppBauarbeiten an der Zufahrt zum Parkplatz Therme/Freibad in Bad Rothenfelde. Foto: Achim Köpp

Bad Rothenfelde. Vor den Autofahrern, die auf den Thermenparkplatz in Bad Rothenfelde einfahren, öffnet sich ab sofort eine Schranke: Die Testphase beginnt.

Mit dem Jahreswechsel soll die geänderte Parkraumbewirtschaftung in Bad Rothenfelde in den Echtbetrieb gehen. Für den Thermen- und den Freibadparkplatz bedeutet das: Beide werden künftig privatrechtlich von der Osnabrücker Parkstätten Betriebsgesellschaft (OPG) bewirtschaftet und dem Eigenbetrieb Bäderbetriebe zugeordnet. Über Technik und Tarife diskutierte jetzt der Finanz- und Betriebsausschuss.

„Wir haben uns bei der Ausschreibung wirklich ins Zeug gelegt“, betonte OPG-Geschäftsführer Wigand Maethner. Denn die Anforderungen an das neue Konzept, das verschiedene Rabattiermöglichkeiten beinhaltet, waren hoch. Bei der Planung waren Betriebssicherheit und Servicequalität sowohl für die Gemeinde als auch für die OPG die wichtigsten Stichworte.

24-Stunden-Verbindung zur Leitstelle

Für die Sicherheit sorgt unter anderem die ständige Videoverbindung zur Leitstelle, von der aus sämtlichen Funktionen im Notfall ferngesteuert werden können. Eine nach Maethners Aussage deutschlandweit einmalige Kombination aus QR-Code und Magnetstreifen auf dem Parkticket gewährleistet, dass die Parker auch dann noch bezahlen und ausfahren können, wenn die Online-Verbindung des Kassenautomaten versagt.

Dass der Magnetstreifen in jeder Richtung ausgelesen werden kann, ist ein kleines Bonbon im Paket der Servicequalität. Entscheidender für die Kunden: Sie brauchen künftig nicht mehr nach Kleingeld zu suchen, sondern können auch mit Scheinen oder ganz bargeldlos bezahlen. Die Rabatte beim Besuch des Freibades oder des Carpesol bleiben auch mit Schranke erhalten. Dafür steht im Freibad künftig ein Parkticketentwerter. Im Carpesol erfolgt die Rabattierung direkt über das Kassensystem. Und auch für die Geschäftsleute soll es Rabattiermöglichkeiten geben.

Beide Parkplätze sind weiterhin rund um die Uhr zugänglich. Zu zahlen wären nach dem Beschlussvorschlag künftig je 2 Euro für die erste und zweite Stunde sowie 1 Euro für jede weitere Stunde. Ein Tagesticket kostet 8 Euro. Für eine Testphase bleiben die ersten 15 Minuten im Sinne einer „Brötchentaste“ zunächst kostenfrei. Dauerparker zahlen nach dem vom Ausschuss geänderten Beschlussvorschlag für die Zeit von montags bis freitags künftig 160 Euro, von montags bis sonntags 200 Euro pro Jahr.

Parkschein auf übrigen Plätzen ab 9 Uhr

Zu den Parkplätzen der Privatgrundstücke Hannoversche Straße 1/Frankfurter Straße 31 wird eine getrennte Zufahrt eingerichtet. Keine Lösung konnte die OPG vorläufig für Parker mit Schwerbehindertenausweis anbieten. Sie parken bislang kostenfrei auf dem Thermen- und Freibadparkplatz. Das allerdings sei, erklärte Maethner auf Anfrage eines Besuchers, technisch nicht zu lösen. Eine Ampelanlage informiert Autofahrer darüber, ob auf dem Parkplatz noch Stellplätze frei sind. 

Suchen sie daraufhin einen der fünf in öffentlich-rechtlicher Bewirtschaftung verbliebenen Parkplätze auf, so müssen sie künftig bereits ab 9 Uhr einen Parkschein lösen. Ausnahmen sind etwa der Parkplatz am evangelischen Gemeindehaus, der sonntags erst ab 11 Uhr gebührenpflichtig ist. Die Gebühr selbst erhöht sich - einen entsprechenden Ratsbeschluss vorausgesetzt - einheitlich für alle fünf Plätze auf 1 Euro je halbe Stunde. Mehrheitlich abgelehnt wurde der Antrag von Michael Beetz (Bündnis 90/Grüne), vor einer Entscheidung über die Gebühren ein Fachbüro mit einer Analyse zu beauftragen.  

Einig war sich der Ausschuss unterdessen, dass zur Abrundung des Paketes ein Parkleitsystem erforderlich ist. Ob dieses nur statisch mit Hinweisschildern oder aktiv mit Zählstellen an allen Parkplätzen erfolgen soll, ist nicht zuletzt eine finanzielle Frage, die noch diskutiert werden muss.


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