Verzauberung der Operette Begeisterndes Konzert im Haus des Gastes Bad Rothenfelde

Von Dominik Lapp

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Bestachen mit ihren Gesangsqualitäten: Mezzosopranistin Katrin Janssen-Oolo und Bariton Silvio Heil. Foto: Dominik LappBestachen mit ihren Gesangsqualitäten: Mezzosopranistin Katrin Janssen-Oolo und Bariton Silvio Heil. Foto: Dominik Lapp

Bad Rothenfelde. Bekannte Melodien aus Operetten standen am Samstag in Bad Rothenfelde auf dem Programm eines Konzerts mit dem Titel „Die Verzauberung der Operette“. Der Saal im Haus des Gastes war nahezu ausverkauft. Rund 130 Zuschauer hörten die Mezzosopranistin Katrin Janssen-Oolo, den Bariton Silvio Heil und den Pianisten Holger Dolkemeyer.

Schon beim ersten Lied wurde deutlich, wie zeitlos und populär das Operettengenre ist. Das Publikum stimmte singend und summend in die Musik ein und spendete wohlwollend Applaus für die mitreißende Darbietung von Katrin Janssen-Oolo und Silvio Heil. 

Die Operette verhalf vielen Komponisten zu weltweitem Ruhm und Theatern zu ausverkauften Sälen. In Bad Rothenfelde zeigte sich auch ohne Orchester, nur durch Klavierbegleitung, von welch verschwenderischer Musikfülle Operetten sind. 

Gassenhauer von Lehár, Lincke und Abraham

Auf dem Programm standen Gassenhauer aus der Wiener Operette von Emerich Kálmán, Ralph Benatzky und Franz Lehár, genauso wie Hits der Berliner Operette von Komponisten wie Paul Lincke, Paul Abraham und Nico Dostal. Alle Lieder und Duette wurden dabei von Holger Dolkemeyer großartig auf dem Klavier begleitet.

Die Hände des studierten Instrumentallehrers flogen geradezu über die Klaviatur. Seine Erfahrung als Organist, Chorleiter und Pianist, der schon zahlreiche Konzerte mit verschiedensten Orchestern und Solisten geleitet hat, wurde so nur allzu deutlich.

Kecke Interpretationen und glänzende Stimmen

Aber auch auf der gesanglichen Seite enttäuschte der erstklassige Abend nicht. Die aus Estland stammende Opernsängerin Katrin Janssen-Oolo verzauberte das Publikum mit ihrem glockenklaren Gesang und riss das Publikum durch ihre kecken Interpretationen mit. Geradezu gefeiert wurde sie für ihre Darbietungen von „Ich küss‘ genau so gut wie Tangolita“ aus dem „Ball im Savoy“ und dem „Lied der Sylva“ aus der „Csárdásfürstin“.

Ihr in nichts nach stand Silvio Heil vom Theater Osnabrück, der mit Frack, Hut und Stock einen Lebemann gab und mit stilvollem Auftritt und sonorer Stimme glänzte. Zur Erheiterung des Publikums forderte er wiederholt Damen zum Tanz auf. Den stärksten Applaus erhielt er für seine Darbietungen von „Ja, so ein Mädel, ungarisches Mädel“ und des „Wolgalieds“ aus Lehárs „Zarewitsch“.

Publikum forderte Zugaben

„Das ist eine herrliche Zeitreise zurück in meine Jugend“, urteilte eine Zuschauerin, die alle Lieder nicht nur kannte, sondern auch mitsingen konnte. Nach anderthalb beschwingten Stunden und 18 Liedern ließ das Publikum die Künstler erst nach mehreren Zugaben von der Bühne gehen. Ein Wunsch, den der Pianist und die Sänger gern erfüllten.


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