50 Cent pro Kurkarte Bad Rothenfeldes neue Kurkarte sorgt für Diskussionen

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Zu viele Infos stehen auf der aktuellen Kurkarte der Gemeinde Bad Rothenfelde. Deshalb wird im Kurort bald eine neue Karte eingeführt. Andere Reglungen bleiben. Archivbild: Jörn MartensZu viele Infos stehen auf der aktuellen Kurkarte der Gemeinde Bad Rothenfelde. Deshalb wird im Kurort bald eine neue Karte eingeführt. Andere Reglungen bleiben. Archivbild: Jörn Martens

Bad Rothenfelde. In Bad Rothenfelde gibt es bald eine neue Kurkarte. Die Alte entspricht nicht mehr den neuen Datenschutzrichtlinien. Damit stehen den Gastgebern des Kurortes Veränderungen ins Haus. Weiterhin gilt jedoch: Die Gastgeber bekommen eine Aufwandsentschädigung von 50 Cent pro ausgestellte Kurkarte. Dafür haben sich der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) und der Kur- und Verkehrsverein (KVV) stark gemacht.

Denn diese Aufwandsentschädigung sollte ersten Planungen zufolge zunächst entfallen. Bei einem "konstruktiven Gespräch" zwischen Gemeindeverwaltung und den Ortsverbänden des Dehogas und des KVVs ist dieses Vorhaben schließlich gekippt worden – das teilte Sabine Leclercq-Schulte am Montag auf Anfrage der Redaktion mit. Es werden weiterhin 50 Cent pro Kurkarte an die Gastgeber ausgezahlt.

Eine für alle

Notwendig wurde die neue Kurkarte auf Grund der eben eingeführten Datenschutzrichtlinien. "Es gab allerdings schon weit vorher die Idee, eine neue Kurkarte einzuführen", berichtet Sabine Leclercq-Schulte von der Kur und Touristik Bad Rothenfelde; und das bei allen vier Bädern des Landkreises. Denn bei Busfahrern und an Kassenhäuschen legten die Gäste bisher vier unterschiedlich gestaltete Karten vor. Bad Rothenfelde wagt nun als erster Kurort im Landkreis den Vorstoß. Ob sich die anderen Kommunen anschließen, ist derzeit ungewiss.


Ausschlaggebender Grund für den Vorstoß seien die neuen Datenschutzrichtlinien: Denn derzeit stehen zu viele Informationen über den Gast auf der Bad Rothenfelder Kurkarte. Und zwar alle Informationen, die auch auf dem Meldeschein stehen. "Das ist nicht mehr erlaubt", so Leclercq-Schulte. Daher gibt es bald für die Touristen eine neue Karte. Für die Vertreter des Gastgewerbes heißt dies: Ein neues Computerprogramm und eine völlig neue Routine beim Erstellen der Karten einführen. Dabei geht es um mehr als nur um die Ausgabe der Karte. Die Gastgeber nehmen damit auch die Kurtaxe ein und leiten diese weiter an die Gemeindeverwaltung.

Unbezahlter Mehraufwand

Dieses Geld wiederum nutzt der Kurort um Angebote für die Gäste zu erweitern und zu verbessern. Rainer Balke, Hauptsgeschäftsführer des Dehoga Niedersachsen, nennt das "nicht betriebsbedingter Mehraufwand für die Häuser". Sabine Lerclercq-Schulte  hingegen sieht hier auch "eine Serviceleistung für den Gast", dem durch diese Reglung der Gang zur Kurverwaltung erspart werde. Gerade in Zeiten des Arbeitskräftemangels und den immer schwieriger werdenden Bedingungen – sagt Balke – ein nicht zu unterschätzender und letztendlich unbezahlter Mehraufwand. Oftmals müsse nicht nur die Kurtaxe eingenommen, sondern regelrecht angeworben werden. "Rein rechtlich muss die Gemeinde keine Aufwandsentschädigung zahlen", bedauert der Hauptgeschäftsführer. Er plädiert daher umso mehr, die bisherige Reglung beizubehalten. Dem schloss sich die Gemeindeverwaltung nun an. Die Gastgeber bekommen weiterhin 50 Cent pro ausgestellte Kurkarte.



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