Traglufthalle am Kurpark? TC Bad Rothenfelde möchte auch im Winter spielen

Von Andrea Pärschke, 12.09.2018, 17:21 Uhr
Werden die Mitglieder desTC Bad Rothenfelde in Zukunft auch im Winter in ihrem Heimatort spielen können? Symbolbild: imago/Buzzi

Bad Rothenfelde. Die Enttäuschung zum Beginn der Ausschusssitzung war groß. Der TC Bad Rothenfelde wünschte sich einen Ort, um auch im Winter Tennis spielen zu können. Dazu benötigt er eine Grundsatzentscheidung des Rates: Denn für eine Traglufthalle am Kurpark braucht es die Unterstützung des Rates und die Zusicherung finanzieller Unterstützung der Pläne. Doch der Bauausschuss entschied sich noch nicht und schlug vor, gemeinsam über eine Lösung nachzudenken.


Das Problem besteht seit 2013. Damals wurde das Konzept der Kursporthalle geändert. Nicht mehr Hobbysportler sollten dort Tennis spielen. Stattdessen sollten hier Klinikpatienten einen Teil der Behandlung zur beruflichen Rehabilitation erhalten können. Wie die Ausschusssitzung nun zeigte, hat der Verein schon damals eine Alternative innerhalb der Ortsgrenzen gesucht. Doch der Rat zog nicht mit. Daher spielen die Mitglieder des Vereins derzeit in Tennishallen in Halle und Versmold. Nähere Alternativen innerhalb des Südkreises gebe es nicht: „Wir vermissen die Möglichkeit sehr, im Winter in einer Halle vor Ort zu spielen, und befürchten, dass der Verein Schaden erleiden wird“, so Vereinsvorsitzender Andrée Schlick.

Die 2013 diskutierten Möglichkeiten waren unter anderem eine feste Halle, eine Halle in Leichtbauweise und eine Traglufthalle. Bedenken gab es damals und heute aber immer wieder aufgrund der Lage. Denn der Tennisplatz der Gemeinde liegt direkt am Kurpark. Darauf weist unter anderem Onat Temme (Kur- und Verkehrsverein) hin: „Das ist optisch aus touristischer Sicht nicht optimal.“ Wie ernst es den Mitgliedern des Vereins ist, wird in der teils hitzig geführten Diskussion deutlich

Sie argumentieren entschieden für die Traglufthalle, die von Oktober bis April aufgepumpt auf den Tennisplätzen stehen würde. Einige Bäume bieten Sichtschutz. Günter Striedelmeyer wendet ein, dass die Touristen nicht erst ab Mai in den Kurort kommen. Bürgermeister Klaus Rehkämper, der sich für den Tennisverein starkmachte, deutet an, dass auch die Lösung „von O bis O“ vertraglich festgelegt werden könne. Trotzdem: Der derzeitige Ausschuss zeigte sich von der Traglufthalle nicht vollends überzeugt. So verwiesen die Grünen mit Rückgriff auf die Angaben der Klimamanagerin der Gemeinde darauf, dass eine solche Halle einen hohen Energieverbrauch habe. Ein festes Haus sei nicht nur langlebiger, sondern auch unter ökologischen Gesichtspunkten vorzuziehen. Hinzu kam, dass die Ausschussmitglieder größtenteils selbst bei den Diskussionen aus dem Jahr 2013 nicht dabei waren: „Ich kann verstehen, dass die Entscheidung drängt“, sagte schließlich Frank Bunselmeyer (SPD). „Mir fehlen aber die Informationen, was damals besprochen wurde.“

Am Ende blieben zu viele Möglichkeiten offen, eine Entscheidung wollte und konnte keiner fällen; trotz eindringlichen Appells von Andrée Schlick. „Wir würden mehrheitlich gegen eine Traglufthalle stimmen“, so Franz-Josef Albers. Ist der Beschluss abgelehnt, kann man das Thema nur schwer wieder in Gang bringen.“ Es besteht also Hoffnung.

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