Selbstbestimmt leben im Alter Ambulant betreute Wohngemeinschaft „An den Salinen“ stellt sich vor

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Vortrag: Ute Hinrichsen, Ulf Henschke und Maria Mießner (von links)  stellen die ambulant betreute Wohngemeinschaft "An den Salinen" vor. Foto: Anke SchneiderVortrag: Ute Hinrichsen, Ulf Henschke und Maria Mießner (von links) stellen die ambulant betreute Wohngemeinschaft "An den Salinen" vor. Foto: Anke Schneider

Bad Rothenfelde. Auch bei eingetretener Pflegebedürftigkeit nicht ins Heim zu müssen ist der Wunsch vieler Senioren. Mitstreiter der ambulant betreuten Wohngemeinschaft stellten das Modell einer Senioren-Wohngemeinschaft vor.

„Wir möchten Freunde für diese Wohnform gewinnen“, sagte Ulf Henschke, zweiter Vorsitzender des Vereins SeeLe (Selbstbestimmte Lebensqualität im Alter), der die Wohngemeinschaft gemeinsam mit Mitstreitern  aus dem Bereich der ambulanten Betreuung begleitet. Seit Januar gibt es diese Wohngemeinschaft in Bad Rothenfelde – als erste im Südkreis. Konzipiert von der Architektin Ulrike Vornhülz bietet sie in bester Lage an den Salinen Platz für neun neun Bewohner. Sie sind zwischen 80 und 95 Jahre alt und haben Pflegegrade zwischen eins und drei. Die Appartements sind unterschiedlich groß, zwischen 25 und 45 Quadratmeter. Sie sind konzipiert als Wohn- und Schlafraum und ein eigenes barrierefreies Bad, sowie Balkon. Die Gemeinschaftsräume liegen zentral und sind direkt verbunden mit der Gemeinschaftsküche.

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Gäste

„Vorher gab es nicht viel zwischen ambulanter Pflege und Heim“, so Henschke. Hier können die Bewohner selbstbestimmt leben und richten ihre Apartments selber ein. Alle Dienstleister wie Pflegedienst, Reinigungskräfte und Betreuer verstünden sich als Gäste in der WG und das seien sie auch in juristischem Sinne. Regelmäßig werden Versammlungen abgehalten, bei denen gemeinsam Entscheidungen beispielsweise über Anschaffungen getroffen werden. „Die Bewohner machen, so viel sie können, selber“, so Henschke.


Teamleiterin Ute Hinrichsen schilderte den Tagesablauf in der Wohngemeinschaft. Gefrühstückt werde zusammen, weil die Bewohner sich das so wünschen. Danach löse sich die Gemeinschaft auf. „Einige haben Termine, andere schauen ihre Lieblingsserien im Fernsehen." Nach dem Mittagessen, das gemeinsam vorbereitet wurde, gehen einige in die Tagespflege, andere nehmen an Angeboten wie Basteln oder Bewegungsangeboten teil. „Wir haben inzwischen ein richtiges Familiengefühl entwickelt“, sagte Ute Hinrichsen. „Wir gehen uns alle etwas an.“ Sie selbst sei nach acht Monaten von dem Konzept der ambulant betreuten Wohngemeinschaft überzeugt, sagte sie.

Kosten

Verwaltungsmanagerin Maria Mießner informierte die Gäste in den Räumen der Tagespflege, die sich im Stockwerk unter der Wohngemeinschaft befindet, über die Kosten dieser Wohnform. Die Apartments schlagen je nach Größe mit einer Komplettmiete zwischen 450 und 750 Euro zu Buche. Für die Betreuung inklusive Hauswirtschafts- und Reinigungskräften fallen zwischen 1000 und 1400 Euro monatliche an. An Haushaltsgeld zahlen die Bewohner monatlich 190 Euro. Kosten der Pflegedienste, die benötigt werden, kommen dazu. Gegenrechnen kann man das Pflegegeld je nach Pflegegrad, den WG-Zuschlag der Pflegekasse von 214 Euro und das Betreuungsgeld der Pflegekasse von 125 Euro.


Die Gäste des Vortrags sahen sich anschließend die Gemeinschaftsräume der Wohngemeinschaft an. Anhand von Plänen konnten sie sich einen Überblick über die die Anordnung der Apartments verschaffen. Im Anschluss standen die Referenten für Fragen zur Verfügung.


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