Besucher werden jünger Jugendzentrum Bad Rothenfelde denkt über Wochenendprogramm nach

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Der Jugendtreff "Time out" im Kurhaus wird gut besucht. Doch Jugendliche über 14 Jahren kommen immer seltener zu Besuch. Archivbild: Achim KöppDer Jugendtreff "Time out" im Kurhaus wird gut besucht. Doch Jugendliche über 14 Jahren kommen immer seltener zu Besuch. Archivbild: Achim Köpp

Bad Rothenfelde. Die Besucher des Jugendzentrums "Timeout" in Bad Rothenfelde werden immer jünger. Um weiterhin noch alle Altersgruppen bis 18 anzusprechen, denkt das Familienservicebüro daher über ein Wochenendprogramm nach. Aktuell ist die Personaldecke für das Angebot aber noch zu dünn.

Eigentlich war für den ersten Schul- und Sozialausschuss nach der Sommerpause das Thema Jugendarbeit gar nicht vorgesehen. Onat Temme (SPD) nutzte dennoch die Gelegenheit, um zu fragen, wie es im Jugendzentrum läuft. Die Leiterin des Jugendzentrums Iris Behmerburg-Olbricht berichtete daraufhin von einer Tendenz, die derzeit allerorts zu beobachten sei: Die ältesten Jugendlichen im Jugendzentrum sind etwa 14 Jahre alt. Noch vor wenigen Jahren war das anders. Damals kamen auch und vor allem ältere Jugendliche. Auch die Ferienpassaktion verlief zur Zufriedenheit der Diplompädagogin: "Die Aktion ist nun abgeschlossen und lief gut. Die Veranstaltungen waren gut gebucht".

Ganztagsschule und Digitale Medien

Auf den Grund gehen möchte sie jedoch dem Rückgang der Besuche älterer Jugendliche. Als Grund nannte die Sozialarbeiterin den großen Reiz und das große Freizeitangebot digitaler Medien. Doch auch das immer häufiger stattfindende Ganztagsschulangebot mache sich in den Jugendzentren bemerkbar. "Wenn die Jugendlichen so lange in der Schule waren und dann nach Hause kommen, sind sie kaputt", berichtet sie.

Öffnungszeiten am Wochenende?

Auch auf einer Fachtagung, an der die Diplompädagogin teilnehmen wird, soll dies Thema sein. Nicht nur den Gründen wird dort weiter auf den Grund gegangen, sondern auch Maßnahmen, um in Zukunft wieder vermehrt ältere Jugendliche anzusprechen. Eine mögliche Maßnahme könnte es sein, das Jugendzentrum vermehrt an Wochenenden zu öffnen. Doch aktuell ist die Personaldecke zu dünn, um dies leisten zu können. "Unser Wunsch wäre es, vielleicht eine 450-Euro-Kraft einzustellen", so Iris Behmerburg-Olbricht. Onat Temme regte an, einen FSJler unter anderem für diese Aufgabe bei der Gemeinde anzustellen. "Ein FSJler darf am Wochenende jedoch nicht alleine Jugendliche betreuen", so die Leiterin des Familienservicebüros. Das sei lediglich möglich, wenn dieser zusätzlich über einen Gruppenleiterschein verfügen.


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