Zukunftsvisionen Wie soll Bad Rothenfeldes Zukunft aussehen?

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Wie soll Bad Rothenfelde in Zukunft aussehen? Auf jeden Fall - das ergaben die bisherigen Gespräche in den Arbeitsgruppen - darf die Lichtsicht nicht fehlen. Archivfoto: Hermann Pentermann/dpaWie soll Bad Rothenfelde in Zukunft aussehen? Auf jeden Fall - das ergaben die bisherigen Gespräche in den Arbeitsgruppen - darf die Lichtsicht nicht fehlen. Archivfoto: Hermann Pentermann/dpa

Bad Rothenfelde. Wie soll Bad Rothenfelde 2030 aussehen? Um einen Masterplan zu entwickeln, haben sich die Bad Rothenfelder gemeinsam auf den Weg gemacht. Einige der bisher erarbeiteten Ziele wurden am Freitagabend vorgestellt. Dabei wurde auch deutlich: Die Lichtsicht darf nach Meinung der Bürger auch in Zukunft nicht fehlen.

Der Anstoß kam aus dem Rat: Ähnlich wie in den vergangenen Jahre, soll es auch in Zukunft einen Masterplan geben, eine Richtschnur, die die eine grobe Linie bis 2030 vorgibt. Die Auftaktveranstaltung fand im März statt. Geleitet wurde sie von den Prozessmanagern Kerstin Schmidt und Carsten Große Starma, die auch am vergangenen Freitag wieder im Kurhaus waren, um die über 200 Interessierten auf den neusten Stand zu bringen. Zusammengetragen hatten sie die Ziele in Umfragen, einem Workshop mit Schülern der Realschule Dissen und in vier Arbeitsgruppen, die sich mehrfach trafen. Dabei streiften sie alle Themen, die den Kurort bewegten: Vom Tourismus, über die Wohnsituation, die Lichtsicht bis hin zum Kurhaus und den Kurpark.


"Bad Rothenfelde soll einen Modellgemeinde für einen verkehrsberuhigten und emissionsarmen Kurort werden"Zwischenergebnis Masterplan 2030



Große Bedeutung ist für viele Bad Rothenfelder offenbar die Verkehrssituation, die auch immer wieder durch Parkplatzsuchverkehr geprägt ist: "Es müsste einen großen Parkplatz etwas außerhalb vom Ortkern geben", regt eine der interessierten Bürger während einer Diskussionsrunde an. Vielleich sei auch ein Shuttlebus notwendig, um die Menschen in den Ort zu bringen – vielleicht könnte aber auch ein ortsnaher Parkplatz errichtet werden. Doch die To-do-Liste in diesem Bereich ist lang: Lkws sollten nicht mehr im bisherigen Maße durch Bad Rothenfelde fahren dürfen, eine 20er Zone in der Salinenstraße, aber auch verstärkte Kontrollen im Park- und Halteverbot. Das alles ergänzt das Ziel, das die Prozessmanager formulierten: "Bad Rothenfelde soll einen Modellgemeinde für einen verkehrsberuhigten und emissionsarmen Kurort werden".

Ärztliche Versorgung

Im gewissen Sinne ist der Punkt wohl auch Voraussetzung für ein weiteres Themenfeld: Auch in Zukunft soll Natur in dem Kurort erfahr- und erlebbar bleiben. Dazu gehört der Schutz und die Nutzung der Waldflächen. Zudem soll der Wellengarten als Erholungs- und Fitnesspark des Ortes weiter etabliert werden. Bad Rothenfelde soll "als Gesundheitsstandort geschärft werden", fügen die Projektmanager hinzu: nicht nur für Gäste, sondern auch für die Bad Rothenfelder selbst, die hervorheben, wie wichtig eine gesicherte hausärztliche Versorgung in Zukunft sein wird – auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten der Praxen.

Bürgerhaus für kulturelle Veranstaltungen

Doch auch das Ortsbild ist entscheidend: So soll etwa die Bäderarchitektur erhalten bleiben. Eine Bürgerin befürchtete zudem, dass es einmal eine Überkapazität an Geschäften geben könnte. Statt im ganzen Ort verstreut, sollten die Läden besser zentralisiert werden. Eine andere Bürgerin wünscht sich ein "Bürgerhaus", in dem sämtliche kulturelle Angebote, aber auch Angebote zum Thema Ernährung und Gesundheit angeboten würden.

Ein Leuchtturmprojekt

Nicht fehlen dürfen nach Meinung der Bürger auch in Zukunft nicht die Lichtsicht, sowie ein noch nicht näher spezifiziertes kulturelles Luchtturmprojekt, zudem sollten Anstrengungen unternommen, damit die Gradierwerke Teil des Unesco Kulturerbes werden. Auch der Wunsch nach einer Landesgartenschau in Bad Rothenfelde wurde laut. "Aber in Bad Rothenfelde ist doch immer Landesgartenschau", sagt der Bürgermeister Klaus Rehkämper abschließend, während er sich für alle Anregungen bedankt und die Bürger ermuntert weiter gemeinsam am Masterplan zu arbeiten.


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