Chöre, Blasorchester und jede Menge gute Laune Sommerkonzert im Konzertgarten Bad Rothenfelde

Von Rolf Habben

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Der Konzertgarten platzte aus allen Nähten beim 6. Sommerkonzert, im Hintergrund die Chorgemeinschaft der MGV Eintracht Hilter und Germania Concordia Dissen. Foto: Rolf HabbenDer Konzertgarten platzte aus allen Nähten beim 6. Sommerkonzert, im Hintergrund die Chorgemeinschaft der MGV Eintracht Hilter und Germania Concordia Dissen. Foto: Rolf Habben

Bad Rothenfelde. Bei strahlendem Sonnenschein platzte der Konzertgarten im Sole-Heibad beim traditionellen Sommerkonzert des Männergesangvereins Hilter beinahe aus den Nähten. Viele Besucher genossen rund um die Konzertmuschel einen musikalischen Sonntagnachmittag von hohem Unterhaltungswert mit erstklassiger Sangeskunst und Orchestermusik.

Mit dem Männergesangverein Eintracht Hilter von 1888 und dem MGV Germania Concordia Dissen als Chorgemeinschaft sowie dem Kirchenchor Cäcilia Kloster Oesede warteten gleich drei stimmgewaltige Chöre mit einem vielseitigen musikalischen Programm unter der souveränen Leitung von Wladimir König auf. Am Klavier kümmerte sich Natalia Palamartschuk um die musikalische Begleitung. Horst Vahlkamp vom MGV Eintracht war durchgehend für eine sowohl lockere wie auch informative Moderation verantwortlich.

Publikum im überwiegend gesetzteren Alter

Wenn auch das Publikum überwiegend gesetzteren Alters war, boten alle drei Chöre generationenübergreifend ein vielseitiges Repertoire bekannter Melodien. Von Klassik, wie das Trinklied aus der Oper „La Traviata“ oder den Walzer „An der schönen blauen Donau“ über Schlagermelodien von Freddie Quinn, Vico Torriani und Udo Jürgens bis hin zum Pop wie „Top of the world“ der „Carpenters“ – letzteres als exklusive Premiere – überraschten die Chöre mit ihrem bunten Programm. Im zweiten Teil ihres musikalischen Streifzugs durch die Jahrhunderte und durch die Vielfalt der Musikwelt wurde die Chorgemeinschaft durch das Trio „Klangfabrik“ mit Torben Schipke an der Gitarre, Mattes Ohmstede an den Taste und Fabian Schulz am Schlagzeug instrumental verstärkt.

Gänsehautfeeling

Für Gänsehautfeeling sorgte der Kirchenchor Cäcilia Kloster Oesede mit getragenen und melancholischen Untertönen in „Die Zwölf Räuber“, mit Karl-Heinz Krösche als Solisten eindrucksvoll vorgetragen. Fröhlichkeit dagegen hielt Einzug im „Wein, Weib und Gesang“.

Mit dem hier bestens bekannten Blasorchester Borgloh änderte sich das Bühnenbild auf ganzer Linie. Ist ein Männergesangverein naturgemäß maskulingeprägt, setzte die Borgloher Musiker in dieser Hinsicht im letzten Block des Sommerkonzerts einen Kontrapunkt durch reichlich feminines Personal. Natürlich waren mit den Instrumentalisten weniger die Stimmbänder als vielmehr kräftiges Lungenvolumen und Fingerspitzengefühl gefragt.

Melodien aus Operette, Musical und Schlager

Mit Melodien aus Operette, Musical und Schlager, zwischendurch aufgemischt mit schmissiger Marschmusik, erreichte das Repertoire des Blasorchesters unter der Leitung von Stefan Pohlmann jederzeit spielend sein begeisternd mitgehendes Publikum. Nicht zuletzt trugen gerade auch Interaktionen wie Mitsingen, rhythmisches Händeklatschen und Schunkeln, wie im „Wiener Blut“ mit dazu bei. In seiner Ankündigung des Orchesters von „einer Stunde feinsten Musikerlebnisses“ hatte Moderator Vahlkamp wahrlich nicht zu viel versprochen.


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