"Ist-Zustand ermitteln" Kurhaus-Planungen in Bad Rothenfelde schreiten voran

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Der Bürgermeister will nun herausfinden, in welchem Zustand das Bad Rothenfelder Kurhaus ist. Foto: Gert WestdörpDer Bürgermeister will nun herausfinden, in welchem Zustand das Bad Rothenfelder Kurhaus ist. Foto: Gert Westdörp

Bad Rothenfelde. In welchem Zustand ist das Bad Rothenfelder Kurhaus – und was ist dort in Zukunft möglich? Der Rat hatte in der letzten Sitzungsperiode beschlossen, den Status Quo aufrecht zu erhalten – und die Planungen zu konkrtisieren. Bürgermeister Klaus Rehkämper möchte nach der Sommerpause nun mit der Umsetzung beginnen.

"Ich habe schon einmal einen Gesprächstermin mit einem Ingenieurbüro ins Auge gefasst", berichtet Klaus Rehkämper kurz nach der Sommerpause. Nun steckt er bezüglich des Kurhauses mitten in der Findungsphase. "Wir brauchen Fachleute in den Bereichen Brandschutz und Veranstaltungstechnik", nennt Rehkämper Beispiele. Zudem müsse ein Akkustikfachbüro beauftragt werden, um die Beschallungssituation zu analysieren, die Statik des Gebäudes müsse überprüft werden, ebenso die Heizungstechnik. Abgeschätzt und ermittelt werden soll auch die Höhe der Kosten für die beauftragten Planungsbüros.

Ist-Zustand ermitteln

Aufgabe der Planungsbüros sei es schließlich, konkrete Daten als Entscheidungsgrundlage zu ermitteln. "Wir müssen zunächst herausfinden in welchem Zustand sich das Gebäude befindet", so der Bürgermeister. 1997 wurde das  Grundstück von die BRIG-Kurhaus GmBH, die zum Teil aus örtlichen Handwerksbetrieben beteht, für eine DM gekauft. Seit dem steckte die Firma nach Angaben des Rathauses insgesamt etwa 700.000 Euro in die Sanierung.

Was ist in Zukunft möglich?

Aus der Frage, in welchem Zustand sich das Gebäude befindet, ergebe sich eine zweite Frage: "Wie hoch wären die Kosten, um das Kurhaus in eine Form zu bringen, die noch in den kommenden 20 Jahren den Anforderungen entspricht?" Nach wie vor gibt es drei grobe Szenarien, die abgeklopft und konkretisiert werden müssen: Entweder das Kurhaus sanieren, das Kurhaus abreißen und neu bauen oder das Kurhaus abreißen, keine gleichwertige Alternative schaffen und auf das Haus des Gastes setzen. Ganz auf das Kurhaus verzichten  zu müssen wäre laut Klaus Rehkämper eine Option, die er "nicht favorisieren würde". Grundsätzlich wäre dies jedoch eine Entscheidung, die nicht nur die politischen Entscheidungsträger treffen könnten, sondern gemeinsam mit der Bad Rothenfelder Bürgerschaft getroffen werden soll. Auch den Landkreis möchte er in die Überlegungen einbeziehen.

Weiterlesen: Die Entscheidung im Rat

Denn der Veranstalungssaal ist derzeit der größte seiner Art im Südkreis: "Es ist eine Einrichtung für alle Südkreiskommunen", so Klaus Rehkämper. Gerade deshalb sei auch der Landkreis gefragt. Konkrete Gespräche habe es zu diesem Thema aber noch nicht gegeben.

In die Bresche gesprungen

So lange wie nötig wird der Status Quo im Kurhaus aufrecht erhalten. Möglich ist das vor allem deshalb, weil das Haus Deutsch Krone Bad Essen in die Bresche gesprungen ist: Denn die Hoteldienstleistungsgesellschaft erklärte sich dazu bereit, auch nach ihrer Kündigung des Pachtvertrages unter veränderten Bedingungen den Betrieb aufrecht zu erhalten. Zumindest um die Zeit zu überbrücken, bis man wisse, wie es weitergeht. Somit ist das Haus Deutsch Krone Bad Essen nach wie vor Ansprechpartner für Veranstalter von Konzerten oder zum Beispiel Hochzeitsgesellschafen: "Wir wollen niemanden hängen lassen", so Geschäftsführerin Britta Steube, die bedauert, dass in diesem Jahr das Unternehmen den Pachtvertrag nicht mehr verlängert hat. "Es war eine wirtschaftliche Entscheidung", sagt sie. Zum einen auf Grund der Nebenkosten, zum anderen sei die Bewirtschaftung auf Grund der Entfernung zwischen Bad Essen und Bad Rothenfelde kompliziert. Das betrifft nicht nur Personalfragen. Auch das Buffet  müsse transportiert werden.


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