Nicht abhängen lassen Geteilte Meinungen zum Neubaugebiet Bad Rothenfelde

Von Andrea Pärschke

Den Grünen geht die Planung des neuen Neubaugebietes in Bad Rothenfelde nicht weit genug. Ein „Nullenergiehaus“ wie es etwa in Osnabrück Gartlage zu finden ist, ist dort zum Beispiel nicht möglich. Foto: Gert WestdörpDen Grünen geht die Planung des neuen Neubaugebietes in Bad Rothenfelde nicht weit genug. Ein „Nullenergiehaus“ wie es etwa in Osnabrück Gartlage zu finden ist, ist dort zum Beispiel nicht möglich. Foto: Gert Westdörp

Bad Rothenfelde. Der Rat hat sich nun für das Neubaugebiet am Wäldchen entschieden. Doch nicht alle waren einer Meinung. Teile der Grünen Fraktion hätten sich eine aus energetischer Sicht weitgehendere Planung gewünscht.

„Das Planungsverfahren ist nun beinahe abgeschlossen“, erläutert Iris Seydel, Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters. Nur der Ratsbeschluss zur Änderung des Bebauungs- und Flächennutzungsplanes fehle noch. Diesem wurde schließlich mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Somit wird voraussichtlich im Herbst und im Winter mit der Vermarktung und der Erschließung der etwa 19 Grundstücke begonnen. Im Frühling des kommenden Jahres kann gebaut werden.

Keine weitere Verzögerung

Beinahe hätte sich dieses Datum jedoch noch verzögert. Es wurde kurzzeitig in Erwägung gezogen den B-Plan erneut zu ändern. Ausgangspunkt war die Anregung eines „Einwenders“. Er würde gerne – sofern er einen Bauplatz bekäme – ein sogenanntes Aktivhaus bauen. Dieses produziert mehr Energie, als es benötigt, sodass auch ein Elektroauto mit Energie versorgt werden könnte. Nach dem aktuellen Bebauungsplan ist ein solches Haus jedoch nicht vorgesehen – und dabei blieb es nach Willen von Verwaltung und Ratsmehrheit auch. Nun wäre es nur noch möglich später eine Änderung des B-Planes zu beantragen. Begründet wurde dies einmal mit der zeitlichen Komponente. Denn eine Änderung des B-Planes hätte eine erneute Auslegung nach sich gezogen und der Baustart hätte sich weiter nach hinten verschoben. Zudem passe ein Flachdach nicht in die bisherige Bauart der bestehenden Siedlung, die das Neubaugebiet von drei Seiten umschließt.

Kritik von den Grünen

Kritisiert wurde diese Entscheidung von der Fraktion der Grünen, die sich mit drei von vier Stimmen enthielt. Anna Kebschull (Die Grünen)regte an, die baulichen Bestimmungen zumindest für einen Teil der Bauplätze so anzupassen, dass ein zukunftsweisendes Projekt wie ein Effizienzhaus plus plus möglich sei. Dem stimmte auch Dirk Lange-Mensing (Die Grünen) zu: „Wenn wir zu lange an Altbewährtem festhalten, dann werden wir irgendwann überholt“, warnte er. Zustimmung erhielten sie von Dirk Meyer zu Theenhausen (CDU), der sich zwar für den ausgearbeiteten Bebauungsplan aussprach, aber anregte, bei Planungen von zukünftigen Neubaugebieten Bedingungen für den Bau eines Effizienzhauses plus plus zu schaffen. Anna Kebschull enthielt sich nicht und stimmte ebenfalls für die aktuellen Pläne. Sie berichtete, dass auch aufgrund der Argumente der Grünen Fraktion – mit Unterstützung der Klimamanagerin Lisa Hanhart – energieeffizientes Bauen in dem Neubaugebiet möglich ist. So sind die Pläne für vier Grundstücke darauf ausgerichtet, dass Solaranlagen möglichst optimal genutzt werden können.


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