Zapfen aus Salz Hitze macht auch vor Bad Rothenfeldes Gradierwerken nicht halt

Von Andrea Pärschke

Da staunt der Laie und der Fachmann wunder sich: Das Wasser hat unabhängi von der Temperatur den gleichen Solegehalt.

            

              
              
                Foto: GründelDa staunt der Laie und der Fachmann wunder sich: Das Wasser hat unabhängi von der Temperatur den gleichen Solegehalt. Foto: Gründel

Bad Rothenfelde. Sucht man in Bad Rothenfelde abseits des Freibades nach Abkühlung, kann der Weg nur in eine Richtung führen: Geradewegs zu den Inhaliergängen des Bad Rothenfelder Gradierwerks. Doch auch vor den mächtigen Schwarzdornzweigen macht die Hitze nicht halt.

Im Inhaliergang des Neuen Gradierwerks ist es aber vor allem erstmal angenehm frisch, während ein Hauch wie von einer Meeresbriese in der Luft liegt – einer hochkonzentrierte Meeresbriese.

Denn das Grundwasser, das durch den Zechstein tief unter Bad Rothenfeldes Erde als Solewasser zur Oberfläche gelangt, weist dank der Schwarzdornwände und der natürlichen Verdunstung am Ende einen Salzgehalt von 25 Prozent auf. Das berichtet Manfred Nieweler, der regelmäßig Besuchsgruppen durch das Neue Gradierwerk führt, in denen auch an diesen Tagen nicht nur die Temperatur, sondern die Luftfeuchtigkeit stimmt. Doch Linderung verspricht die Inhaltionskammer nicht nur an heißen Tagen: „Oft sind hier auch Kinder und Erwachsene mit Atemwegserkrankungen“, berichtet Manfred Nieweler von der Inhalationskammer am Ende des Ganges, die auch eine medizinische Anwendung ist.

Deutliche Spuren

Und doch: Die Hitze macht auch vor den Gradierwerken nicht halt. Deutliche Spuren hinterlässt das Kaiserwetter an den Schwarzdornwänden des Alten Gradierwerks. Zapfen aus purem Salz wachsen an den Holzbalken. Außerdem sind große Flächen der Schwarzdornwände weiß.

„Normalerweise ist die weiße Farbe, die hier und da zu sehen ist eine Art Gipsmischung“, erzählt Manfred Nieweler. Doch in diesem Jahr verdunstet viel Wasser, das Salz bleibt und lagert sich an den Schwarzdornwänden ab. Seit Manfred Nieweler vor 15 Jahren nach Bad Rothenfelde gezogen ist, kann er sich an keinen Sommer erinnern, in dem der Effekt so groß war wie in diesem Jahr.

Und das Wasser, das am Ende des Prozesses entsteht? Das hat den gleichen Solegehalt wie immer. Dafür sorgt der besondere P


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